Welche Schreckens-Szenarien wir über die neue Formel 1 alle gehört hatten. Stattdessen haben wir in Australien einen unterhaltsamen Grand Prix erlebt. Wo stehen wir mit diesen neuen Rennwagen?
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Die Betreiber des ehrwürdigen "Indianapolis Motor Speedway" haben Einzelheiten zum kommenden IndyCar-Rennen auf dem früher von der Formel 1 benutzten Mischkurs (Oval und Innenraum) bekanntgegeben. Am 10. Mai 2014 wird beim "Grand Prix of Indianapolis" erstmals seit mehr als 100 Jahren mit IndyCars nicht nur linksherum gelenkt. Der jahrelang von den Formel-1-Rennern und den MotoGP-Motorrädern benutzte Kurs wird dafür umgebaut.
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Traditionalisten müssen sich an viel Neues gewöhnen: Zunächst einmal wird es einen stehenden Start geben, keinen fliegenden. Dann wird natürlich gegen die gewohnte Fahrtrichtung gefahren, also nicht linksrum, sondern nach der Start/Ziel-Richtung nach rechts in den Inneraum der gewaltigen Rennanlage. Modifikationen einiger Kurven (in der Grafik gelb unterlegt) sollen einen besseren Fluss erlauben, es gibt drei Überholmöglichkeiten (rot-weisse Kreise). Die Passagen zwischen den Kurven 5 und 6 sowie zwischen 7 und 9 werden schneller. Der Umbau, der bereits begonnen hat, kostet zwischen fünf und sechs Millionen Dollar, der aus einem speziellen Fonds des Staates Indiana für Sportanlässe bezahlt wird. Es wurde kurz erwogen, den Kurs auch mit künstlichen Hügeln aufzuhübschen, aber eine entsprechende Studie kam auf Kosten von jenseits der 20-Mio-Dollar-Grenze. Ebenfalls erwogen und dann verworfen wurde die Installation einer Lichtanlage.
Nicht alle sind vom Grossen Preis von Indianapolis begeistert. Indy-Legende A.J. Foyt grantelt: "Das Indy 500 hat einen Alleinstellungswert wie das Kentucky-Derby. Niemand käme auf den Gedanken, dort noch einen anderen Kurs auszustecken und ein zweites Rennen zu fahren. Ich finde es auch nicht gut, dass dieser neue Lauf im gleichen Monat Mai stattfindet wie das 500. Es ist einfach keine gute Idee."
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