Erno Kostamo bald erfolgreicher als der große Giacomo Agostini?
Mit 16 Siegen ist Rekordweltmeister Giacomo Agostini immer noch der «König von Imatra», aber bereits in diesem Jahr könnte ihm Erno Kostamo diesen Titel streitig machen.
Von 1964 bis einschließlich 1982 wurde in Imatra der Große Preis von Finnland ausgetragen. In dieser Zeit gewann der Italiener Giacomo Agostini, der mit 15 WM-Titeln und 122 GP-Siegen nach wie vor der erfolgreichste Rennfahrer ist, unglaubliche 16-mal. Erst durch den tödlichen Unfall des britischen Seitenwagen-Weltmeisters von 1980 Jock Taylor wurde die Strecke, auf der sogar zweimal die Geleise überquert werden mussten, als zu gefährlich eingestuft und aus dem WM-Kalender gekippt.
Ab 2016 gastierte die International Road Racing Championship mit den Klassen Supersport und Superbike in Imatra. Als Seriensieger hat sich in den letzten Jahren der 35-jährige Lokalmatador Erno Kostamo erwiesen, der auf seiner Heimstrecke selbst TT-Größen wie Michael Dunlop keine Chance ließ. Bis dato hat der Finne 14 Rennen triumphiert. Dieses Jahr könnte er im Rahmen der European Series Road Racing Rekordweltmeister Agostini den Titel des «Königs von Imatra» abjagen.
2026 könnte Kostamo Agostini als erfolgreichsten Fahrer ablösen
Kostamo hat gute Chancen den Rekord zu knacken, wird er doch in dieser Saison nicht nur in der Superbike-, sondern auch in der Supersport-Kategorie an den Start gehen. Der Macau-Grand-Prix-Sieger von 2022 wird dabei eine Ducati Panigale V2 einsetzen. «Als ich letztes Jahr die Gelegenheit bekam, mit Parker Transport Racing eine Yamaha in der Supersport-Klasse zu fahren, wurde mir klar, wie sehr das das Fahren mit großen Motorrädern unterstützt», begründet er diesen Schritt.
«Weil wir eine starke Gruppe von Partnern haben, wurde das Ducati-Projekt erst möglich“, erklärt der Road-Racing-Spezialist, der in der Superbike-Klasse weiterhin auf der vertrauten RVS Motorsport-BMW M1000RR sitzen wird. Die Ducati wird allerdings in einer völlig anderen Lackierung zu sehen sein. Laut Kostamo handelt es sich praktisch auch um zwei separate Mannschaften, wobei das Supersport-Team unter dem Namen «Zerowaste Motorsport» antritt.
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