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KTM-Boss Gottfried Neumeister: «Wollen Kernkompetenzen selbst steuern!»

KTM ordnet derzeit die Entstehung seiner Modellpalette neu. Wichtigste Neuerung ist dabei die Einrichtung eines eigenen Designstudios und die Bündelung der Produktplanung unter dem eigenen Dach.

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Zwei Monate ist es her, dass bei KTM eine neue Zeitrechnung begonnen hat. Unter dem Dach des ursprünglich vor allem als Produktionspartner auftretenden Motorrad-Giganten Bajaj wird in Mattighofen derweil alles auf den Kopf gestellt, um die Firma nach der schwierigsten Phase der letzten dreißig Jahre wieder auf solide Füße zu stellen. Die Produktion läuft, der Abverkauf des Lagerbestands liegt nach Firmenangaben über den Erwartungen und auch die Modelle, die vor der Restrukturierungsphase präsentiert wurden, wurden unterdessen am Markt platziert und positiv aufgenommen.

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«Fokussierung und Simplifizierung» heißt das Programm, unter dem sich die österreichische Marke für die Zukunft aufstellen will. Als eine der Kernaufgaben gilt dabei die Entstehung künftiger KTM-Modelle neu zu ordnen – und dazu gehört auch die Neuaufstellung des Gestaltungsprozesses. Anders als vor der Krise soll dieser jedoch, und damit einhergehend auch die gesamte Modellplanung, künftig KTM-intern verbleiben, wie KTM-CEO Gottfried Neumeister im Gespräch mit SPEEDWEEK.com verriet. Dies sei einer der ersten Schritte gewesen, die nach der Restrukturierung unter das KTM-Dach zurückgeholt wurden: «Wir bauen ein neues Designzentrum auf, für das wir schon die ersten Mitarbeiter eingestellt haben – und mit ihnen bauen wir ein eigenes Team auf. Damit kommen an dieser Stelle einige neue Arbeitsplätze dazu.» Weitere Designer werden derzeit per Ausschreibung gesucht.

Sie arbeiten dann in neuer Struktur, die räumlich getrennt vom Entwicklungszentrum in Mattighofen sitzen wird. Als Favorit gilt der in Salzburg beheimatete Premium-Workspace «Helix», mit dem bereits Übereinkunft zur Ansiedlung erzielt worden sein soll. Gottfried Neumeister verriet, man habe «eine lässige Location gefunden». Wichtigstes Kriterium sei, Know-how künftig im Unternehmen zu halten und zu bündeln: «Wir nennen diesen Prozess Strategic Product Management und es ist in direkter Linie zum CEO fest in unserem Unternehmen verankert. Das sind Kernkompetenzen, die wir im Konzern haben und selbst steuern wollen.» Dies bedeute jedoch nicht die Abkehr von der gewachsenen Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsstudio von Gerald Kiska, das seit den Neunzigerjahren für die Planung, Gestaltung und Bewerbung aller KTM-Modelle verantwortlich zeichnete und damit alle aktuellen KTMs bis ins letzte Detail geprägt hat. Das künftige Designteam soll auch in Konkurrenz eben zu Kiska und weiteren Designstudios frische Ideen entwickeln, so wie dies auch bei anderen Motorradherstellern gang und gäbe ist. Die Mattighofener wollen sich weiterhin Einfluss von außen holen, jedoch gezielter: «Wir gehen weg davon, den gesamten Produktplanungsprozess auszulagern, stattdessen soll der Großteil unserer Projekte bei uns intern verbleiben. Dennoch werden wir weiter mit KISKA zusammenarbeiten und auch mit anderen Agenturen. Der Vorteil an Agenturen wie KISKA ist, dass sie ein sehr breites Kundenportfolio haben, bei dem die Gestalter unterschiedliche Antworten für unterschiedliche Aufgabenstellungen finden müssen und so ein kreativer Austausch von Ideen passiert. Dadurch verhindern wir, zu sehr im eigenen Sud zu kochen. Gleichzeitig haben unsere eigenen Abteilungen auch eine Referenz, was Ideen, Geschwindigkeit und Effizienz angeht.»

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Bereits angestoßene Entwicklungsprojekte seien davon nicht berührt und ohnehin setzen die Mattighofener auf die gewachsene Beziehung zum bisherigen Haus-und-Hof-Designer: «Wir haben laufende Entwicklungen, die schon vor längerer Zeit vergeben wurden, und wir starten zusätzlich neue Projekte. Zudem kann der Übergang in diese neue Arbeitsweise nur gemeinsam erfolgen, sonst wäre es keine richtige Partnerschaft. Das bedeutet also nicht, dass wir aufhören, miteinander zusammenzuarbeiten – es wird aber sicher weniger sein, als es in der Vergangenheit war.»

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