«Ich habe ein Dream Team. Wir können hier in Katar etwas Großartiges leisten», jubelte Joe Roberts (Kalex) aus dem American Team nach der Moto2-Bestzeit am Freitag.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Werbung
Joe Roberts hat zwar schon 41 Moto2-Grand Prix absolviert. Er debütierte 2017 in Brünn und fuhr 2018 in seiner ersten kompletten Saison für das niederländische NTS RW Racing Team und dann 2019 im American Team seines Managers Eitan Butpul, der nach der Saison das mit 2,7 Millionen Euro verschuldete Schweizer CGBM-Team von Fred Corminboeuf übernommen hat und mit KTM-Bikes antrat. Joe Roberts fiel in seiner bisherigen GP-Karriere nie durch übermäßiges Talent auf. Ein Blick auf die Statistik untermauert diese Behauptung: Jeweils ein zehnter Platz im Qualifying und im Rennen stehen als beste Ergebnisse zu Buche.
Werbung
Werbung
Aber schon beim IRTA-Test in Jerez ließ Roberts im Februar mit einzelnen guten Session-Ergebnissen aufhorchen, in der Gesamtwertung nach drei Tagen lag er immerhin an 19. Stelle. Und beim Katar-Test (28.2. bis 1.3.) am vergangenen Wochenende steigerte sich der aus Los Angeles kommende Kalifornier (2020 auf Kalex unterwegs) noch einmal: Platz 9 mit 1:59,066 min und nur 0,546 sec Rückstand auf Jorge Navarro. Nach der gestrigen Bestzeit feierte das 2019 arg gebeutelte American Racing Team ausgelassen. Roberts startete phänomenal in die neue Saison. "Ehrlich gesagt, es ist unglaublich. Man muss berücksichtigen, aus welchen Positionen ich komme…Und jetzt bin ich am ersten Tag hier unter dem Rundenrekord geblieben. Ich weiß, es ist nur das freie Training gewesen. Aber es ist sooo ein schönes Gefühl. Ich habe nach dem FP2 wirklich gefeiert, als hätte ich das Rennen gewonnen. Diese Bestzeit bedeutet mir immens viel. Wir haben gegenüber dem Vorjahr so einen großen Fortschritt gemacht", lobte der Überraschungsmann.
Roberts, der mit der Familie von Kenny Roberts nicht verwandt ist: "Ich muss mich beim gesamten American Racing Team bedanken, bei allen Technikern, die neu an Bord gekommen sind, zum Beispiel meinem Crew-Chief Lucio Nicastro. Auch meinem neuen Riding Coach John Hopkins habe ich viel zu verdanken – und vor allem meinem Manager Eitan Butpul. Alle haben so einen fantastischen Job gemacht und mich bis zu diesem Level aufgebaut."
Werbung
Werbung
"Jetzt freue ich mich auf das restliche Wochenende. Wir haben gute Chance, etwas Großartiges zu vollbringen", ist der langhaarige Joe überzeugt. "Ich denke, wir können an der Spitze mithalten."
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Kann Joe Roberts die enorme Verbesserung gegenüber 2019 erklären? "Am besten kann ich es so erklären: Wenn ich alle Kandidaten für mein Dream Team zusammensuchen hätte können, würde meine Mannschaft genauso ausschauen wie jetzt. Ich habe ein Traumteam", lachte der Kalex-Pilot. "Es ist eine Kombination des besten Bikes und der besten Crew. Und diese neue Situation hat mir so viel Vertrauen gegeben. Ja, und außerdem komme ich auf dieser Piste gut zurecht. Schon vor der Ankunft habe ich mir gedacht, ich kann in Losail etwas Gutes leisten. Das hat bisher ausgezeichnet geklappt. Es war ein tadelloses erster Tag. Aber jetzt haben wir noch zwei Tage vor uns. Und meine ideale Zeit mit lauter optimalen Sektoren wäre sogar noch schneller als 1:58,4 min. Ich kann mich also verbessern", schmunzelte der erst 22-jährige Amerikaner.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.