Peter Öttl (Intact GP): «Hoffen auf Saison wie 2023»
Das Intact-GP-Team hat in der Moto3-Saison 2025 zwei neue Fahrer am Start. Beim Jerez-Test zeigten David Munoz und Rookie Guido Pini starke Leistungen. Teammanager Peter Öttl ist zuversichtlich.
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In der letzten Woche ging David Munoz beim Moto3-Test in Portimao für das Intact-GP-Team alleine auf die Strecke, da sein Teamkollege Guido Pini noch pausieren musste – der Rookie hatte sich im Dezember bei einem Trainingscrash auf dem Offroad-Bike beide Beine gebrochen. Munoz drehte in Portimao viele Runden und wurde Zwölfter in der kombinierten Zeitenliste.
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Beim offiziellen IRTA-Test in Jerez in dieser Woche zeigte der 18-jährige Spanier, der die Saison 2024 auf Rang 5 beendete, sein Potenzial. Mit einer Zeit von 1:43,604 min fuhr Munoz auf dem Circuito de Jerez am Mittwoch Moto3-Streckenrekord. In der kombinierten Zeitenliste landete er nach drei Tagen auf einem soliden achten Platz. Pini gab in Jerez sein ersehntes Debüt. Der junge Italiener wurde Zwölfter und lag 0,914 sec hinter dem Schnellsten Jose Antonio Rueda (KTM Ajo). "Leider war bei uns der erste Test in Portimao etwas vom Wetter beeinträchtigt, sodass wir eigentlich nur einen Tag zur Vorbereitung hatten. Guido ist zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz fit gewesen, umso wichtiger war jetzt dieser zweite Test, wo beide Fahrer und die vollständigen Crews zum ersten Mal zusammengearbeitet haben. Das war mental auch wichtig in der Vorbereitung auf die Saison", lautete das Resümee von Teammanager Peter Öttl. "Wir haben die Kommunikation im Team optimiert – etwa, dass man versteht, wie die Fahrer Probleme beschreiben und wir das richtig interpretieren. In Jerez hatten wir für diese Aufgabe an den drei Tagen perfekte Bedingungen. Mit den Ergebnissen bin ich wirklich sehr zufrieden. David hat unsere Erwartungen erfüllt, nachdem er den zweiten Testtag auf Platz 1 beendete und in der kombinierten Wertung der drei Tage auf Position 3 lag – er gehört somit zu den besten Fahrern."
Für den 17-jährigen Pini waren die drei Testtage in Jerez sehr wichtig, um das Motorrad und das Team kennenzulernen. "Die Leistung von Guido Pini war sehr stark und er konnte sich jeden Tag steigern – vor allem, wenn man bedenkt, dass er lange verletzt war und durch seine beiden gebrochenen Beine nicht trainieren konnte. Für das hat er es hervorragend gemacht", lobte Öttl den Rookie. "Er hat das erste Mal hier mit uns zusammengearbeitet und musste sich auch erst einmal mit dem neuen Motorrad vertraut machen. In der Junioren-WM war er mit der 2023er-KTM unterwegs, hier haben wir das 2024er-Modell im Einsatz. Er hat in den Sessions seine Konkurrenzfähigkeit bewiesen und war in der kombinierten Zeitenliste Zwölfter – das ist für einen Rookie sehr gut, auch wenn die Neulinge Alvaro Carpe und Maximo Quiles vor ihm waren. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Arbeitsweise und seinem Vorgehen. Er ist auf der Strecke auch alleine gefahren und das ist etwas, worauf wir sehr viel Wert legen – dass unsere Fahrer in der Lage sind, ihren Job alleine zu erledigen."
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Bei der Eingewöhnung steht Pini Crew-Chief Stefan Kirsch zur Seite. "Er ist sehr erfahren und hat schon mit vielen jungen Fahrern gearbeitet. Die Zusammenarbeit in Jerez war erwartungsgemäß sehr gut", betonte Öttl.
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Was sind die Erwartungen des 59-Jährigen an 2025? "Ich hoffe, dass diese Saison wird wie 2023, als wir mit Ayumu Sasaki Vizeweltmeister wurden und Collin Veijer nach vorne bringen konnten. Das hoffe ich auch für dieses Jahr – dass wir mit David Munoz ganz vorne sind und sich Guido Pini im Laufe des Jahres positiv entwickelt und das eine oder andere Highlight setzen kann", meinte Öttl.
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