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Nach Traumstart in die Moto3-Saison mit Intact-Neuzugang David Almansa muss Teamchef Peter Öttl seit Brasilien ohne seine Topfahrer auskommen. Auch für den Spanien-GP ist das Aufgebot weiter ungewiss.
Viel besser hätte der Saisonstart aus der Sicht von Peter Öttl kaum laufen können. Bei seinem ersten Auftritt auf der KTM der Intact-GP-Mannschaft aus Memmingen bot David Almansa dem WM-Favoriten Maximo Quiles die Stirn. Auftaktsieg und Tabellenführung 2026 gingen erst einmal an Almansa. Und auch der zweite David im Team, David Munoz, schien von außen betrachtet wieder in vielversprechender Form nach dem langen Verletzungsaus. Munoz holte nach monatelanger Pause mit Platz 10 ein solides Comeback-Ergebnis.
Doch in Wahrheit quälte sich der 2025 zu Intact GP gewechselte Munoz so sehr über die Distanz, dass an ein Antreten in Südamerika nicht zu denken war. Der Fünfte des Vorjahres flog zurück nach Spanien, um sich weiteren Behandlungen an seinem immer noch nicht schmerzfreien Bein zu unterziehen.
In Goiânia riss es dann auch Almansa aus dem harten Moto3-Tagesgeschäft. Bei einem Highsider ging ein Ellbogen des 20-Jährigen zu Bruch. Statt nach Austin ging es ebenfalls zurück auf den OP-Tisch in Spanien. Den US-GP musste die Einheit um Peter Öttl mit nur einem Ersatzfahrer bestreiten. Marcos Urirate erledigte den Job – Platz 14 und immerhin 2 WM-Punkte für den Spanier.
Uriarte, der in den vergangenen Jahren bereits für vier weitere Moto3-Teams in der WM als Ersatzfahrer aktiv war, könnte nun auch wieder in Jerez und für Intact GP zum Einsatz kommen. Denn Stand heute ist eine Rückkehr des Stamm-Duos alles andere als sicher. Peter Öttl gegenüber SPEEDWEEK.com: «Leider läuft es auf Wettrennen gegen die Zeit hinaus. Natürlich wollen beide Davids unbedingt in Jerez an den Start gehen, aber heute ist es noch zu früh für eine fixe Einschätzung. Ziel ist, dass beide nach Jerez kommen und sich dem Medical Check am Donnerstag vor dem Event stellen.»
Peter Öttl weiter: «Marcos Urirarte wäre für den Spanien-GP wieder als Ersatzfahrer bereit, er hat in Austin einen wirklich guten Job gemacht. Ansonsten sehe ich keinen geeigneten Piloten, denn während des Jerez-GP sind alle möglichen Kandidaten auch im Red-Bull-Rookies-Cup aktiv.»
Formell ist Intact GP mit den beiden GP-Siegern Almansa und Munoz perfekt aufgestellt – doch die Realität bleibt vorerst eine andere. Sicher ist gut zwei Wochen vor dem Jerez-GP nur, dass zumindest ein Spanier auf der schwarzen Intact-GP-KTM sitzen wird.
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