Loris Schönrock – wieder einziger Deutscher in der Moto3-Junioren-WM
In diesem Jahr geht Loris Schönrock in seine dritte Saison in der Moto3 Junior World Championship – als einziger deutschsprachiger Vertreter. Diesmal sollen Punkte her.
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In der Moto3-WM ist mit dem Österreicher Leo Rammerstorfer nur ein deutschsprachiger Fahrer vertreten. In der JuniorGP-Kategorie bestreitet Rennsport-Späteinsteiger Loris Schönrock seine dritte Saison – ihn zog es schon vor vielen Jahren nach Spanien. Der seit dem 27. März 21-Jährige aus Wesel am unteren Niederrhein besuchte 2017 mit seinem Vater den Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring und meinte vor allem beim Betrachten des Treibens zum Red Bull MotoGP Rookies Cup, und hierbei wiederum speziell Deniz Öncü, sogleich zu ihm: «Das will ich auch machen.»
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Gesagt, getan – im nächsten Jahr meldete er sich für den ADAC Mini Bike an. Da war er bereits 13. Selbst in Deutschland liegt das durchschnittliche Einstiegsalter im Bereich von 8, 9 Jahren. Nach seiner kurzen Mini-Bike-Zeit ging es bereits auf eine Moto3-Maschine. Die deutsche Honda Talent Challenge im Rahmen der Moto Klassik von Manfred John war eine löbliche Plattform für den deutschen Nachwuchs, das Teilnehmerfeld und somit die Konkurrenz waren aber überschaubar. Also ging es 2022 mit F. Koch Rennsport auf nach Spanien in den European Talent Cup (ETC) und nach zwei Saisons 2024 in die FIM Moto3 Junior World Championship. Gegen die mit besseren Vorstufen ausgestatteten Süd-Europäer hatte er bislang einen schweren Stand, sodass Punkte bisher Fehlanzeige waren. Stolz darauf, als Deutscher dabei zu sein Dennoch ist er mit seinem bisher Erreichten zufrieden. Dazu sagte er kürzlich im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: «Ich glaube, es ist allein schon ein Erfolg, dass ich in der Junior-WM mitfahren darf – dass ich mit den besten der Welt in der Moto3-Klasse fahren kann. Das ist eine Chance, die man immer nutzen sollte.» Stolz ist er zudem darauf, als einziger Deutscher überhaupt dabei zu sein. «Das ist für mich eine Ehre und ich bin auch stolz als Deutscher dabei zu sein.»
Zu seiner angestrebten weiteren Steigerung in diesem Jahr erläuterte er: «Man wird natürlich reifer und ich habe mich mental ziemlich umgestellt und versucht, mich da zu bessern, weil ich glaube, dass man über die Mentalität vieles bewirken kann. Dieses Jahr will ich natürlich in die Punkte, ganz klar. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich schneller fahren kann. Ich muss es nur umsetzen.»
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Man muss fokussiert sein Einen Mental-Coach hat er deswegen nicht konsultiert. «Ich glaube einfach, ich muss mit mir selbst relativ im Reinen sein. Es ist kein großes Ding, dass man einhundert Prozent mit sich selbst zufrieden ist und man sich alles im Kopf zurechtlegt. Man muss fokussiert sein und vielleicht hier und da mal ein paar Sachen ändern», so Schönrock.
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Zur Einordnung: Grob fehlten ihm in der Vergangenheit 1,5 Sekunden auf die Punkteränge, doch diese Lücke will er in diesem Jahr schließen. Sein Motto lautet deshalb: «Niemals aufhören, sonst wäre ich kein Rennsportler. Man muss immer weiter machen.»
Dennoch hat Loris Schönrock auch einen Plan B, wozu er ausführte: «Ich finde es wichtig, dass man parallel auf jeden Fall eine Ausbildung macht, weil es kann beim Motorsport halt immer etwas sein. Ich habe nach meinem Abi eine Ausbildung zum Logistikkaufmann angefangen und bin jetzt fast fertig.»
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