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Jeffrey Herlings über seinen Teamwechsel: Es ist ein Rennen gegen die Zeit

Der Wechsel von Jeffrey Herlings von KTM zu HRC ist mehr als nur ein neues Kapitel seiner Karriere. Die Herausforderungen sind real, die Zeit knapp, aber er bleibt von seinem Potenzial überzeugt.

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«Ich habe nicht mehr viele Chancen», erklärte HRC-Neuzugang Jeffrey Herlings gegenüber dem niederländischen Portal nos.nl. «Ich bin jetzt 31, vielleicht habe ich noch zwei, drei oder maximal vier Jahre in diesem Sport.»

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Herlings räumte ein, dass es einen so mutigen Karriereschritt in der Geschichte des Sports selten gegeben hat.

Der Faktor Zeit spielt noch unter einem anderen Aspekt eine Rolle: «In zwei Monaten beginnt die WM und die Veränderungen sind massiv. Neues Bike, neues Team, anderes Arbeitsumfeld. Die einzige Person, die ich von KTM mitgebracht habe, ist mein Trainingsmechaniker. Er weiß, was ich für mein Bike benötige.»

Herlings vergleicht den Anpassungsprozess mit dem Aufbau einer Beziehung, der Geduld und Vertrauen erfordert. «Man muss sich aneinander gewöhnen und sich anpassen. Bei KTM war jedes Jahr mehr oder weniger dasselbe. Natürlich gab es jedes Jahr ein Update, aber die Honda hat zum Beispiel einen Aluminiumrahmen. Einen solchen Rahmen bin ich seit sieben Jahren nicht mehr gefahren.»

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Von Getriebeoptionen über das Chassis bis hin zu den Stiefeln kommt es auf die kleinsten Details an. «Wir haben schon drei Tage lang mit verschiedenen Stiefeln getestet. Es ist Millimeterarbeit, weil man nach dem optimalen Halt zum Motorrad sucht.»

Große Teamwechsel sind immer mit großen Risiken verbunden, wie das Beispiel Jorge Prado zeigte. «Ja, ein solcher Wechsel kann schiefgehen und dann wird gefragt, war es der Fahrer, lag es am Bike oder war es eine Kombination aus beiden?»

Saisonvorbereitung im Zeitraffer

«Wir stehen jetzt enorm unter Zeitdruck», erklärt Herlings. «Der Schlüssel ist es, gesund zu bleiben, gut zu testen und mit einem Paukenschlag in die Saison zu starten. Nach allem, was ich durchgemacht habe, kann mich nichts mehr erschüttern. Letzte Saison war ich nur am Saisonende bei den letzten 5 Grands Prix wirklich fit und ich habe drei davon gewonnen. Das sagt mir, dass ich es immer noch kann.»

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