Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Heute Samstag (19. September) feiert der Schweizer Ex-Weltmeister Luigi Taveri seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass dreht Taveri, dessen Familie vor 100 Jahren aus Italien in die Schweiz ausgewandert ist, auf der 4 km langen Rennstrecke Franciacorta bei Bergamo mit seiner ehemaligen Werks-Honda vor seiner Verwandtschaft einige Demonstrationsrunden.
Werbung
Werbung
Taveri kletterte 1947 bei seinem Bruder Hans in den Beiwagen einer Husqvarna 500 und nahm damals am GP von Bern teil. Das erste Solorennen auf der Strasse bestritt Taveri 1949. Mit einer AJS 350 erfolgte 1954 in Bern die Teilnahme am ersten WM-Lauf. Der leichtgewichtige Eidgenosse entpuppte sich schliesslich als einer der besten 125-ccm-Piloten seiner Ära. Schon 1955 sicherte sich Taveri mit einer MV Agusta Platz 2 in der Achtelliter-WM, ein Jahr später beendete er sie auf Rang 3. In den folgenden Jahren bis 1960 hielt Taveri ständig im Spitzenfeld mit – er eroberte die WM-Ränge 2, 3, 4 und 6.
Doch inzwischen war im Schweizer die Erkenntnis gereift, dass er gegen die Italiener im MV-Agusta-Werksteam als Ausländer einen schweren Stand habe. Mit 32 Jahren dachte Luigi deshalb über einen Rücktritt nach. Doch Gattin Tilde (2005 wurde Goldene Hochzeit gefeiert) schrieb einen Brief an Soichiro Honda. Die aufstrebenden Japaner drängten damals in die WM. Luigi Taveri erhielt einen Werksvertrag für 1961 – und wurde auf Anhieb 125-ccm-WM-Dritter.
Werbung
Werbung
Das Risiko und der Mut, mit 32 Jahren bei Honda noch einmal einen Neuanfang zu wagen, machten sich bezahlt. Luigi Taveri gewann 1962 die 125er-WM auf einer Zweizylinder-Honda, 1964 auf einer 125-ccm-Vierzylinder-Maschine. Und für 1966 baute ihm Honda sogar eine Fünfzylinder-125er, die sich heute noch im Besitz des ungeheuer rüstigen Zürchers befindet. Ende 1966 zog sich Taveri aus der WM zurück.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Mehr Details über die erstaunliche Karriere des Jubiliars Luigi Taveri lesen Sie in der neuen Wochenzeitschrift SPEEDWEEK. Nr. 39/2009 für 2 Euro jetzt im Zeitschriftenhandel erhältlich.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.