Bridgestone: 2010 asymmetrische Reifen für US-GP?
MotoGP-Alleinausrüster Bridgestone überlegt, wegen der vielen Stürze in Rechtskurven asymmetrisch aufgebaute Reifen an den US-GP 2010 zu verfrachten.
Sowohl [*Person 381 Jorge Lorenzo*] als auch [*Person 385 Casey Stoner*] stürzten in Laguna Seca im Qualifying, als sie mit frischen Reifen auf die Strecke gingen. Bei beiden war die Reifentemperatur auf der rechten Flanke offensichtlich zu niedrig. Bei Bridgestone werden jetzt die Daten analysiert; eventuell kommen für 2010 asymmetrisch aufgebaute Hinterreifen zum Einsatz.
"Gemäss den Daten vom vergangenen Jahr rechneten wir nur mit einigen wenigen Graden Unterschied bei der Temperatur der rechten und der linken Reifenschulter", erklärt Bridgestone-Entwicklungs-Manager Tohru Ubukata. "Darauf haben wir die diesjährige Auswahl aufgebaut. Da die diesjährigen Reifen über einen deutlich breiteren Temperaturbereich funktionstüchtig sind, haben wir uns für eine Single-Compound-Bauweise entschieden. Der Entscheid war richtig, denn der Unterschied bei der Temperatur war tatsächlich gering und durchaus vergleichbar mit den Daten von Mugello und Assen, wo wir ähnliche Daten erhielten und ebenfalls Single-Compound-Reifen verteilten."
Trotzdem hat Laguna Seca zwei Besonderheiten. Der Kurs ist sehr kurz und es braucht mehr Runden, bis die Reifen auf Temperatur sind. Und die ständigen Auf-und-Ab-Passagen ergeben eine andere Belastung für die Reifen. Ubukata erklärt: "Turn 3 und Turn 10 sind Abwärtspassagen, wo es schwierig für die Fahrer ist, Druck auf den Hinterreifen aufzubauen. Denn der Gewichtstransfer nach vorn vermindert den Grip am Hinterrad. Zusammen mit der Tatsache, dass es in Laguna Seca mehr Links- als Rechtskurven gibt, ergibt sich insgesamt eine geringere Belastung der rechten Reifenschulter. Zudem haben wir feststellen können, dass die Temperatur zwischen den einzelnen Rechtskurven jeweils wieder sank, besonders wenn die Aussentemperatur niedrig war."
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