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Nicolò Bulega (Ducati) mit Problemen in Balaton: «Die WM ist wichtiger»
Neue Finnen am Bug der BMW M1000RR: Miguel Oliveira testete bei der Superbike-WM im Balaton Park ein neues Aeropaket und sprach nach dem FP2 über die Neuerung und seine Erwartungen für die Rennen.
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Den Kurs am Balaton kennt Oliveira aus der MotoGP-Saison 2025, doch mit dem Superbike war es eine komplett andere Erfahrung. «Wenn wir an einem Freitag auf einer neuen Strecke die Arbeit aufnehmen, muss ich viele Dinge neu anpassen. Bei der Abstimmung haben wir ein Arbeitsfenster für meinen Stil gefunden. Doch auf neuen Strecken müssen wir dennoch bei der Elektronik und den Federelementen ziemlich intensiv am Set-up arbeiten. Das erfordert natürlich Zeit», erklärte der BMW-Pilot, der ein besseres Gefühl als in Assen aufbauen konnte.
Auf Iker Lecuonas Bestzeit verlor er 0,824 Sekunden. «Uns ist klar, wo wir hier die Zeit verlieren: in den langsamen Schikanen. Ich kann nicht mit Schwung in die Schikanen fahren. Das kostet viel Rundenzeit, aber auch Rhythmus. Wir haben eine klare Vorstellung, wie wir das verbessern können», deutete Oliveira Verbesserungen für Samstag und Sonntag an. «Wir müssen versuchen, uns morgen bestmöglich zu qualifizieren. Das ist nicht einfach, wenn man sieben Ducatis an der Spitze hat.»
Und was sagt Oliveira zu den neuen Aeroelementen? «Wir wollten in erster Linie Daten sammeln. Es kann uns in den Kurven helfen. Doch Balaton Park ist eine spezielle Rennstrecke. Man verbringt hier nicht viel Zeit auf der Reifenflanke. Die Kurvengeschwindigkeiten sind zudem sehr niedrig. Sofern es kein Nachteil ist, werden wir es weiterhin verwenden», schilderte er auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com.
Laut Oliveira werden die neuen Finnen keinen Durchbruch ermöglichen, können aber dabei helfen, die M1000RR konkurrenzfähiger zu machen: «Es wird aber keine Probleme lösen. Es kann ein Upgrade sein, doch wir müssen weitere Daten damit sammeln. Wir müssen es auf verschiedenen Streckenlayouts testen.»
Beim Fahren spürte Oliveira keinen Unterschied. Auf Strecken mit schnelleren Kurven könnte sich das aber ändern. «Das ist die Logik hinter jedem Aeropaket: Mit höheren Geschwindigkeiten spürt man größere Effekte. Sobald wir höhere Kurvengeschwindigkeiten fahren, kann ich besser einschätzen, ob es positiv ist.»
Die Ducati-Dominanz am Ungarn-Freitag nahm der BMW-Pilot mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. «Wenn man so viele Fahrer mit der gleichen Marke an der Spitze sieht, spürt man zuerst ein bisschen Frust. Doch andererseits müssen wir das Maximum aus unserem Motorrad herausholen. Das ist unsere Aufgabe und unser Ziel», so Oliveira.
Und was ist ein realistisches Ziel für die Rennen im Balaton Park? «Ich würde gern in die Top-6 fahren, doch das ist eine Herausforderung. Zwischen den beiden Werks-Ducatis und dem Rest gibt es eine kleine Lücke. Dann gibt es ein paar Fahrer, die normalerweise nicht an der Spitze sind. Wenn ich den Nicht-Ducati-Lowes besiegen kann, dann wäre das gut», bemerkte der Portugiese.
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