Aspar Circuit: Jorge Martinez über Valencias Trainingszentrum der Stars
Der Aspar Circuit in der Nähe von Valencia hat sich als feste Trainingsbasis etabliert. Jorge Martinez erklärt, warum MotoGP-Stars wie Marc Marquez und Maverick Vinales dort fahren.
Unweit von Valencia hat sich der Aspar Circuit längst als feste Größe etabliert. Die 2,2 Kilometer lange Strecke zwischen Guadassuar und Algemesi unweit von Valencia dient nicht nur als Heimatbasis des Aspar-Teams, sondern wird regelmäßig von MotoGP-Stars wie Marc Marquez, Jorge Martin, Joan Mir, Maverick Vinales oder Alex Marquez für ihr Training genutzt.
Eigentümer Jorge «Aspar» Martinez zeigt sich mit der Entwicklung der Anlage sehr zufrieden. «Ich muss Marc und Alex Marquez, Martin, Mir, Quartararo und Vinales danken», betonte der vierfache Weltmeister. «Sie sind deshalb so angetan, weil wir ein Projekt geschaffen haben, bei dem ein Fahrer über eine ganze Woche hinweg unterschiedliche Trainingsformen absolvieren kann.»
Der Aspar Circuit, ursprünglich 2017 als Circuit de la Ribera eröffnet, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Nach politischen Auseinandersetzungen, juristischen Verfahren und längeren Schließungen übernahm Aspar die Anlage 2022 gemeinsam mit Unternehmer Juan Roig. Seit der Wiedereröffnung im Frühjahr 2024 wurde der Kurs kontinuierlich weiterentwickelt und hat sich als professionelles Trainingszentrum und Teamstandort etabliert.
Auf einer Gesamtfläche von rund 350.000 Quadratmetern bietet der Komplex weit mehr als nur eine klassische Rennstrecke. Neben dem Hauptkurs mit zehn Links- und zehn Rechtskurven gibt es eine identische Kartstrecke, einen Offroad-Bereich für Flat-Track, Supermoto und Autocross sowie eine große Asphaltfläche für Drift- und Sicherheitstrainings. Ergänzt wird das Angebot durch Museum, Restaurant, Helipad, Krankenstation und 18 professionelle Boxen.
«Wir haben Sand, Flat-Track, wir haben eine kleine Strecke für kleine Motorräder, wir haben eine Technikstrecke, wir haben eine große Strecke für große Motorräder», erklärte Martinez das Konzept. «Auf diese Weise wird ein Fahrer über viele Tage hinweg nicht müde.» Der Hauptkurs sei bewusst kompakt ausgelegt: «Die Rennstrecke ist relativ klein, aber sehr fordernd und sehr technisch. Und ich glaube, das ist es, was den Fahrern gefällt.»
Dabei steht der Aspar Circuit nicht ausschließlich Profis offen. «Man kann im Internet nachsehen, ob die Strecke geöffnet ist oder ob eine Veranstaltung stattfindet», so Aspar. «Wenn die Strecke geöffnet ist, zahlt man, glaube ich, 80 Euro, und schon kann man fahren.»
Für MotoGP-Stars gibt es andere Modelle: «Maverick oder Marquez und Co. haben gegen eine jährliche Gebühr das ganze Jahr über eine Box. Ihre Motorräder stehen dort, und sie kommen dann gezielt zum Trainieren.»
Knapp zwei Jahre nach dem Neustart der Anlage steht fest: Der Aspar Circuit ist längst mehr als ein ambitioniertes Projekt – er ist ein fester Bestandteil der Trainingsroutine vieler Spitzenfahrer geworden.
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