Brad Binder (KTM): «Dafür werden wir nicht bezahlt»
Nachdem Jack Miller gegen Honda und Marc Márquez gewettert hat, erklärte dessen Teamkollege Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing) nun, weshalb er dem Australier zustimmt.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Werbung
Vor der Sommerpause hatte KTM-Werksfahrer Jack Miller für Aufsehen gesorgt, indem er Fahrer wie Marc Márquez kritisierte, die sich "wie bockige Babys benehmen, die verärgert ihre Spielsachen aus dem Kinderwagen werfen. Sie sagen einfach, ihre Bikes seien Scheiße." Dazu fügte der Australier damals an: "Halte den Mund und mach’ deinen Job. Du wirst bezahlt, um ein Motorrad zu fahren und nicht, um eine verdammte Prinzessin zu sein und dich über dein Bike zu beschweren."
Werbung
Werbung
Dass besonders die japanischen Hersteller in Form von Yamaha und Honda Mühe haben, mit den europäischen Werken Schritt zu halten, lässt sich nicht leugnen. Dennoch versteht Millers Teamkollege Brad Binder die Message, die der Australier mit seiner Aussage vermitteln wollte: "Es ist schwierig, aber Jack hat nicht Unrecht", begann der Südafrikaner im Gespräch mit motogp.com. "Wir werden nicht dafür bezahlt, hinten zu fahren. Wenn du im Grid stehst, musst du abliefern. Egal wie du dich fühlst, du musst Leistung zeigen und das Beste aus dem Tag herausholen." Als KTM 2017 in die MotoGP-Klasse einstieg, mussten auch die Österreicher einige Niederlagen verkraften. Doch inzwischen liegen sie in der Konstrukteurs-Wertung an zweiter Stelle sowie mit Binder an Platz 4 des Gesamtklassements. "Im letzten Jahr wäre für mich ein fünfter Platz das größte gewesen. In dieser Saison kommst du als Fünfter ins Ziel und denkst, okay. Daran sieht man, wie das Level und der Anspruch steigen", kommentierte der 27-Jährige die positive Entwicklung.
Der Südafrikaner mauserte sich mit zwei Sprint-Siegen in Argentinien und Jerez sowie zwei Podestplätzen im Frankreich-Sprint und im Jerez-Rennen zu einem ernstzunehmenden Titelkandidaten. Dennoch versucht er, ruhig zu bleiben. "Mit dem neuen Format kannst du sehr schnell nach oben klettern, aber genauso schnell auch wieder abstürzen. Zwei gute oder schlechte Rennen machen einen großen Unterschied. Deshalb muss man in Hinblick auf die Meisterschaft Ruhe bewahren. Das Gute ist aber, dass wir an fast jedem Wochenende um das Podest kämpfen."
Werbung
Werbung
Binders KTM-Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2024. Doch der Moto3-Weltmeister von 2016 sieht aktuell keine Notwendigkeit, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen. Vielmehr hat er noch ein großes Ziel vor Augen. "Zwischen KTM und GASGAS gibt es keine Grenzen. Wir vier arbeiten alle als ein Team zusammen. Ich bin ein KTM-Junge. Seit 2015 bin ich mit ihnen unterwegs, die Marke ist mein Zuhause. Ich will für sie die Weltmeisterschaft gewinnen. Sie stehen seit so lang hinter mir und das will ich ihnen zurückgeben. Ich habe einen Vertrag für 2024, die Zeit will ich genießen."
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
MotoGP-Ergebnisse, Assen (25. Juni):
1. Bagnaia, Ducati, 26 Rdn in 40:37,640 min 2. Bezzecchi, Ducati, + 1,223 sec 3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,925 4. Brad Binder*, KTM, + 1,528 5. Martin, Ducati, + 1,934 6. Alex Márquez, Ducati, + 12,437 7. Marini, Ducati, + 14,174 8. Nakagami, Honda, + 14,616 9. Morbidelli, Yamaha, + 29,335 10. Augusto Fernández, KTM, + 33,763 11. Savadori, Aprilia, + 35,084 12. Raúl Fernández, Aprilia, + 39,622 13. Bradl, Honda, + 42,504 14. Folger, KTM, + 45,609 – Di Giannantonio, Ducati, 8 Runden zurück – Lecuona, Honda, 12 Runden zurück – Oliveira, Aprilia, 14 Runden zurück – Bastianini, Ducati, 20 Runden zurück – Viñales, Aprilia, 23 Runden zurück – Quartararo, Yamaha, 24 Runden zurück – Zarco, Ducati, 24 Runden zurück – Miller, KTM, 25 Runden zurück *= ein Platz zurück ("track limits"-Vergehen) Ergebnisse MotoGP-Sprint Assen (24. Juni):
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.