Red Bull-KTM-Testfahrer Dani Pedrosa glänzte beim Sprint in Misano mit Platz 4. Sein Teamkollege Brad Binder lobte den 37-jährigen Haudegen und erzählte, warum er nicht vorbeikam.
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Brad Binder lag in der ersten Runde nur an zehnter Position, stürmte aber dann mutig nach vorne, und hielt sich nach der zweiten Runde bereits auf Platz 6 hinter Martin, Bezzecchi, Bagnaia, Pedrosa und Viñales. In der fünften Runde setzte er sich erstmals vor Viñales, ab der sechsten Runde umrundete er die Piste auf Platz 5 und schob sich dann immer näher an Pedrosa heran. Aber der Angriff auf Platz 4 oder 3 scheiterte, dafür baute der Südafrikaner den Vorsprung auf den WM-Fünfter Aleix Espargaró wieder aus.
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"Ich hatte den schlimmsten Start meines Lebens, ich wurde dann in den Kurven 1 und 2 noch eingeklemmt", schilderte der Red Bull-KTM-Werkspilot. "Dann gleich noch einmal in Turn 4. Das war keine Bilderbuch-Erste-Runde. Nachher hatte ich keine andere Wahl, als einfach zu pushen und aggressiv ans Werk zu gehen. Ich hatte eine ziemlich gute Pace; ich kam gut in Fahrt und konnte die Jungs aussen rum überholen. Es hat alles gut funktioniert, ich war recht happy, als ich endlich richtig ins Rollen kam. Aber ich habe mir in diesen verpfuschten ersten zwei Runden zu viel Arbeit eingebrockt."
Wie erlebte Binder die letzten Runden als er mit Dani Pedrosa immer dichter zu Bagnaia und Platz 3 aufrückte? "Ich kann euch sagen, Dani bremst ziemlich spät, das kann ich jederzeit an seinen Daten ablesen. Trotzdem habe ich versucht, in der letzten Runde ein Überholmanöver vorzubereiten. Aber sein Motorrad hat sich dann am Ende der Gegengeraden arg geschüttelt, und ich musste heftig bremsen, um nicht in sein Heck zu donnern. Ich habe dadurch wieder ein paar Meter verloren und jede Chance, irgendwo an ihm vorbeizukommen. Dani, dieser Kerl ist unglaublich. Wenn du ihm zuschaust, siehst es aus, als fahre er mit 80 Prozent. Er ist wirklich eindrucksvoll."
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"Ich bin in den ersten zwei Runden dauernd im Windschatten einer Gruppe gefahren. Dadurch ist mein Reifendruck vorne gestiegen", berichtete Brad Binder. "Dann hat das Vorderrad beim Bremsen mehrmals blockiert. Maverick ist etwas unregelmäßig gefahren. Manchmal hat er sehr spät gebremst, ein anderes Mal hat er etwas früh gebremst und dann die Bremse wieder losgelassen. Einmal hat er mich überrascht, er fuhr eine Kurve viel enger als üblich. Ich wäre ihm fast ins Heck gekracht und musste ihn dann innen noch überholen, das war etwas knifflig. Ich habe hinter ihm viel zu viel Zeit verloren. Wenn ich morgen wieder gegen ihn kämpfe, muss ich sicherstellen, dass die erste Attacke sitzt und er mich nicht wieder schnappen kann."
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Ergebnisse MotoGP-Sprint, Misano (9. September):
1. Martin, Ducati, 13 Rdn in 19:58,785 min 2. Bezzecchi, Ducati, + 1,445 sec 3. Bagnaia, Ducati, + 4,582 4. Pedrosa, KTM, + 4,772 5. Binder, KTM, + 4,931 6. Viñales, Aprilia, + 6,062 7. Marini, Ducati, + 6,519 8. Aleix Espargaró, Aprilia, + 7,893 9. Alex Márquez, Ducati, + 9,264 10. Marc Márquez, Honda, + 11,318 11. Raúl Fernández, Aprilia, + 13,365 12. Oliveira, Aprilia, + 13,788 13. Quartararo, Yamaha, + 14,243 14. Zarco*, Ducati, + 14,154 15. Miller, KTM, + 17,421 16. Pol Espargaró**, KTM, + 17,451 17. Di Giannantonio, Ducati, + 18,133 18. Morbidelli**, Yamaha, + 19,749 19. Augusto Fernández, KTM, + 20,403 20. Pirro, Ducati, + 21,454 21. Nakagami, Honda, + 21,962 22. Bradl**, Honda, + 23,672 23. Mir**, Honda, + 36,100 *= ein Platz zurück ("track limits" in der letzten Runde) **= 3-Sekunden-Strafe (statt Long-Lap am Rennende wegen "track limits"-Vergehen) WM-Stand nach 23 von 40 Rennen:
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