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Fergus Anderson: Motorrad-Weltmeister mit 45 Jahren und doch zu jung

1954 wurde der Brite Fergus Anderson mit 45 Jahren und 215 Tagen Motorrad-Weltmeister. Zu jung, um einen Rekord für die Ewigkeit aufzustellen. 1955 überbot Hermann-Paul Müller diese Bestmarke.

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Am 6. Mai jährt sich der Todestag von Fergus Anderson zum 70. Mal. Der Brite gehörte zu jener Rennfahrer-Generation, der der Zweite Weltkrieg einige Karriere-Jahre raubte. Dennoch kam er zu höchsten Ehren in der 1949 eingeführten Motorrad-Weltmeisterschaft.

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Bei seinen WM-Titelgewinnen 1953 und 1954 war er schon 44 bzw. 45 Jahre alt. Diesen Rekord toppte 1955 allerdings der Deutsche Hermann-Paul Müller. Während Fergus Anderson beim leicht vorzeitigen Gewinn seines zweiten 350er-WM-Titels 1954 bei der Vorschlussrunde in Monza 45 Jahre und 215 Tagen alt war, überbot «Hape» Müller diesen Rekord ein Jahr später, als er die 250er-Weltmeisterschaft mit dem Alter von 45 Jahren und 287 Tagen gewann und somit als der älteste Motorrad-(Straßen-)Weltmeister in die Geschichte einging – bis heute.

Fergus Kinloch Anderson wurde am 9. Februar 1909 in Croydon im Süden Londons als Sohn eines schottischen Schiffsbauingenieurs geboren. 1923 kaufte er sich sein erstes Motorrad, 1926 ging er zur Royal Navy und begann 1927 seine Rennfahrer-Karriere als Privatfahrer. Bald galt er nicht nur als sehr talentierter Fahrer, sondern glänzte auch mit großem technischem Wissen, welches sich die großen im Motorradrennsport engagierten Werke gern zunutze machten. In den 1930er-Jahren bestritt er in ganz Europa Rennen, natürlich auf britischen Motorrädern, aber auch auf NSU und DKW.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges trat er erneut in die Royal Navy ein und war in seiner Funktion als Schiffslotse bald den Nazis namentlich bekannt und ein gejagter Dorn im Auge.

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Nach dem Irrsinn kehrte Fergus Anderson auf die Rennstrecken zurück, und dann begann seine Karriere so richtig. Als 1947 die ersten Europameister nach dem verheerenden Krieg gekürt wurden, sicherte er sich diesen Eintrag in den Geschichtsbüchern, indem er bei der einzigen Veranstaltung auf dem Bremgarten-Kurs bei Bern das Rennen der 350-ccm-Klasse auf Velocette gewann.

Auch danach war er regelmäßiger Teil des Continental Circus. Als 1949 die Motorrad-Weltmeisterschaft eingeführt wurde, war Fergus Anderson natürlich dabei. Wiederum beim Großen Preis der Schweiz in Bern feierte er auf einer Moto Guzzi als Dritter des 125er-Rennens seinen ersten WM-Podestplatz. Mit nur diesem einen zählbaren Ergebnis wurde er am Jahresende WM-8.

Ab 1950 wurde er Moto-Guzzi-Werksfahrer, und auch privat verschlug es ihn in diesem Zusammenhang nach Italien. So lebte er die nächsten sechs Jahre am Firmensitz von Moto Guzzi in Mandello del Lario.

1950 bestritt er parallel auch diverse Auto-Rennen, in der Formel 2 und sogar mit einem Formel-2-Boliden ein nicht zur WM zählendes Formel-1-Rennen in Silverstone, in einem Startfeld mit Nino Farina und Juan Manuel Fangio.

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In jenem Jahr wurde er mit wiederum nur einem Punkte-bringenden Ergebnis (Platz 2 in Monza) WM-Dritter der Viertelliterklasse.

1951 lief bei Anderson bei den 250ern nicht viel zusammen, wobei das Hauptaugenmerk von Moto Guzzi in jenem Jahr auf dem Einstieg in die Halbliter-Klasse lag, was letztlich ein kurzes Gastspiel wurde. Dort gab es für die Nummer 1 im Team wieder nur einmal Zählbares und wieder war Bern der Ort des Geschehens. Diesmal sollte Fergus Anderson allerdings sein erster Grand-Prix-Sieg gelingen.

1952 blies Fergus Anderson in der 250-ccm-Klasse zum Großangriff. Beim Saisonauftakt in Bern und anschließend auf der Isle of Man gewann er, in Assen und beim Finale in Monza wurde er jeweils Dritter. Damit musste er in der Endabrechnung nur seinem italienischen Stallgefährten Enrico Lorenzetti den Vortritt lassen.

Fergus Anderson war es wohl auch, der Moto Guzzi davon überzeugte, auch in die 350-ccm-Klasse zu gehen. Bei den 250ern gewann er den Auftakt auf der Isle of Man, holte danach vier weitere Podestplätze und wurde als bester Moto-Guzzi-Pilot WM-Dritter.

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In der nächstgrößeren Hubraumklasse gewann er 1953 in Spa-Francorchamps, in Rouen in Frankreich sowie naheliegend auch wieder in Bern. Dies garnierte er mit einem 3. Platz auf der Isle of Man und einem 2. in Monza, womit er sich seinen ersten WM-Titel, diesmal vor Lorenzetti, sicherte. Am Saisonende trat er mit der italienischen 350er im Montjuich Park in Barcelona beim WM-Finale der 500er an und gewann dieses Rennen sensationell.

1954 verteidigte Anderson seinen WM-Titel, indem er die zweite Saisonhälfte dominierte. Nach Platz 2 in Spa folgten Siege in Assen, Bern, Monza und Montjuich, sodass er letztlich sogar überlegener Weltmeister wurde. Schon nach dem vorletzten Saisonrennen war ihm der Titel nicht mehr zu nehmen.

Danach beendete er seine Rennfahrer-Karriere und wurde bei Moto Guzzi Teammanager. Allerdings kam es im Laufe des Jahres 1955 zu unterschiedlichen Auffassungen zur Herangehensweise, sodass Fergus Anderson das Werk in Norditalien verließ.

Für 1956 bekam er ein Angebot von BMW, deren 500er-Werksrennmaschine zu pilotieren. Dieses nahm er an, doch sein Comeback endete im Fiasko. Die WM-Saison begann erst Anfang Juni auf der Isle of Man. Beim Vor-Saisonrennen im belgischen Floreffe unweit von Namur am 6. Mai verunfallte Fergus Anderson so schwer, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Ganz in der Nähe fand er auch seine letzte Ruhe.

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Bis dahin hatte Anderson an 31 Grand-Prix-Rennen teilgenommen, von denen er 12 gewann. Insgesamt stand er 24 Mal auf einem WM-Podest.

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