Lob für Jonas Folger: Freudenberg schätzt seine Qualitäten als Entwickler
Beim jüngsten Test der KTM 990 RC R für die Supersport-WM sowie nationale Serien kamen Jonas Folger und das Team Freudenberg in Brünn gut voran. So gut, dass der erste Renneinsatz kommen kann.
Konkret verlautbarte er: «Wir sind noch an den Basisgeschichten dran und gehen jetzt Stück für Stück in die Feinabstimmung. Der Test in Most war für uns sehr wertvoll. Wir hatten schönes Wetter und Most ist eine Strecke, die alle Passagen hat, die man für die Entwicklung eines Rennmotorrads braucht. Von schnellen Kurven über harte Bremspunkte, Schikanen und so weiter. Most ist diesbezüglich ideal. Natürlich wollten wir uns auch auf die Wildcard vorbereiten, die wir hier im Rahmen der Euro Moto fahren wollen. Vorausgesetzt, dass wir alles auf den Stand bekommen, den wir uns vorstellen.»
Bis dahin ist ein weiterer Test in Most geplant, denn es gibt noch einige Komponenten mehr, die man prüfen will. Gleichwohl ist Freudenberg der festen Überzeugung, auf einem guten Weg zu sein.
Mehrere Wildcard-Einsätze in Euro Moto geplant
Geplant sind in diesem Jahr nach Most noch ein oder zwei weitere Wildcard-Einsätze bei der Euro Moto. Während man dann die in Most gefahrenen Rundenzeiten gut mit denen der WM vergleichen kann (die Supersport-WM gibt ihr diesjähriges Gastspiel in Nordböhmen vom 15. bis 17. Mai), sind Oschersleben und das Finale in Hockenheim ein Thema.
Das erklärte Freudenberg so: «Most ist der Termin, den wir jetzt definitiv versuchen hinzubekommen. Alles weitere hängt davon ab, wie Most läuft. Oschersleben und Hockenheim haben wir zudem deswegen im Visier, weil wir auch auf Strecken mit anderen Charakteristika testen wollen. Oschersleben ist zum Beispiel eine relativ kurvenreiche Strecke mit kurzen Geraden und vielen Richtungswechseln, die doch etwas anders ist als Most. Wir müssen halt schauen, dass unser Paket nicht nur auf einer, sondern auf verschiedenen Strecken funktioniert.»
Wir sind froh, wo wir jetzt schon stehen.carsten freudenberg
Entlocken ließ er sich sogar ein konkretes Ziel für den ersten Renneinsatz. «Wir haben zwar keine Eile, sondern wollen alles gründlich vorbereiten. Trotzdem möchten wir in Most in Richtung der Top-5 fahren. Man darf aber nicht vergessen, dass wir erst Anfang dieses Jahres richtig eingestiegen sind. Wir hatten jetzt gerade einmal den dritten Test. Von daher sind wir froh, wo wir jetzt schon stehen.»
Freudenberg: «Folger macht einen super Job»
Nicht vergessen möchte Freudenberg bei dieser Gelegenheit, die Qualitäten von Jonas Folger als Test- bzw. Entwicklungsfahrer zu loben. «Jonas macht einen super Job. Man muss auch sagen, dass es mit ihm sehr angenehm ist, zu arbeiten. Das ist alles sehr professionell, ruhig und strukturiert. Es macht Spaß mit so einem erfahrenen Piloten.»
Nun will man verständlicherweise nicht nur die vorbereitenden Arbeiten für das Projekt KTM 990 RC R erledigen, sondern irgendwann auch ernten. Dazu meint der Bischofswerdaer: «Klar ist es unser Traum, irgendwann auch Einsatzteam zu sein. Ob das jetzt in der Euro Moto oder in der WM ist, muss man schauen.»
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