Honda-Pilot Joan Mir kämpfte um jeden Punkt: «Wir müssen erstmal ankommen!»
Der MotoGP-Kurs in Buriram war in der Vorsaison kein gutes Pflaster für Joan Mir und die Honda RC213V. Auch 2026 reicht es nicht für die Spitze. Die Stellschrauben hat der Champ von 2020 aber erkannt.
Mit Joan Mir und Johann Zarco waren zwei Honda im Q2 vertreten – mit dem besser platzierten Werkspiloten auf Startplatz 10. Am Ende des Sprintrennens fuhr der Spanier mit der Nummer 36 auf dem siebten Platz über die Ziellinie. Von der Frühform der Honda bei den ersten Testfahrten in Malaysia ist also nichts zu sehen, als es zunächst danach aussah, als hätte die Honda über den Winter einen weiteren außerordentlichen Entwicklungsschritt gemacht – gut genug um regelmäßig im Rennen um Podestplätze zu streiten.
Joan Mir ließ sich am Samstag nach dem Sprint-Auftakt davon nicht aus der Ruhe bringen: «Hier in Thailand bestätigt sich auch am Rennwochenende das, was ich schon vorhergesagt habe. Auf dieser Strecke ist es für uns schwieriger, denn sie liegt unserem Motorrad nicht so sehr wie Sepang. Auf anderen Kursen werden wir besser sein!» Als Kernproblem sieht der Weltmeister von 2020 eine aktuelle Baustelle der RC213V, die auf der thailändischen Strecke am offensichtlich ist.
«Wir haben hier weniger Haftung am Hinterrad. Um hier mit den Fahrern vor uns mitzuhalten, müssen wir die Reifen entsprechend stärker beanspruchen, dadurch halten sie bei uns nicht so lang durch wie beim Rest des Feldes», kommentierte Mir weiter. Multipliziert wird das Problem durch die fehlende Harmonie der japanischen V4-Rakete mit dem beim Auftaktwochenende verwendeten Aufbau der Pneus: «Wir hier haben mehr Probleme mit der Reifenkonstruktion, als wir ohnehin erwartet hatten. Wenn wir auf anderen Strecken dann eine der anderen Karkassen nutzen, wird das für uns einen kleinen Schritt vorwärts bedeuten.»
Das klingt nicht entscheidend, aber: «Ein kleiner Schritt ist alles, was uns noch fehlt.» Schließlich sei der Abstand zu den aktuellen Sieganwärtern von Ducati und Aprilia nur marginal. Bis es so weit ist, gelte es, das Maximum aus den Rennwochenenden zu holen, auch wenn es nur um Platzierungen im Mittelfeld gehe. Das zählt auch für das aktuelle Rennwochenende: «Selbst wenn es nur auf dem 6., 7. oder auch 8. Platz ist - wir müssen erstmal ankommen.» In der Saison 2025 hatte sich der Mallorquiner eine bessere Punkteausbeute durch zahlreiche Stürze verhagelt. Beim Auftakt in Thailand nahm der Champion des damals nur einen Zähler mit. Damit hat sich die Nummer 36 schon jetzt übertroffen.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach