Jorge Martin: «Gefährlicher Tag»; Entschuldigung für Schubser in der Garage
Aprilia-Werkspilot Jorge Martin entschuldigte sich nach dem Katalonien-GP für einen Schubser gegen seinen Teammanager und zeigte sich dankbar, dass alle Verunfallten am Leben sind.
Der Katalonien-GP war ein emotionales Rennen für alle Beteiligten. Mit gleich zwei roten Flaggen nach den schweren Unfällen von Alex Marquez und Johann Zarco wurde der GP zweimal unterbrochen. Die Fahrer mussten sich nach der Unterbrechung jeweils wieder neu auf den Restart konzentrieren. Aprilia-Werkspilot Jorge Martin wurde dann auch noch in der ersten Runde des dritten Rennabschnitts von seinem Satelliten-Teamkollegen Raul Fernandez von Trackhouse-Aprilia touchiert und landete im Kies. Abgeschlagen fuhr er hinterher – und emotional kehrte er in die Garage zurück. Viele Themen waren nach dem Grand Prix zu besprechen.
Jorge Martin: Meine Geschichte ist nebensächlich
Jorge Martin sagte aber zunächst: «Meine Geschichte heute ist völlig nebensächlich. Ich bin froh, dass wir alle wohlauf sind. Es war ein wirklich gefährlicher Tag da draußen, nach dem, was wir im ersten Rennen gesehen haben, wieder die Konzentration zu finden. Ich hatte zwar Schmerzen wegen des Sturzes, aber am meisten hat mich die Situation mit Alex in Panik versetzt. Ich bin froh, dass es ihm gut geht, und auch, dass auch Zarco in Ordnung ist.» Alex Marquez und Johann Zarco wurden beide ins Krankenhaus gebracht.
Martin übt Kritik über den Umgang mit den vielen Unfällen: «In solchen Situationen müssen wir uns verbessern, denn es herrscht große Anspannung und alles geht so schnell – das Wichtigste ist, dass wir alle am Leben sind und weiterhin das tun können, was wir lieben.»
Martin: Entschuldigung für Schubser gegen Teammanager
Doch nicht nur am Veranstalter, sondern auch an sich selbst übt Martin Kritik. Der Spanier war nach seinem Unfall mit Raul Fernandez, der sein Rennen quasi beendete, aufgebraust und wütend zurück in die Garage gekommen, schubste dabei im Getümmel Teammanager Paolo Bonora.
Martin: «Ich bin wirklich enttäuscht darüber, wie ich zurück in die Box gekommen bin. Ich habe versucht, mich während des Rennens zu entspannen, aber als ich reinkam, stieg meine Anspannung wieder ins Unermessliche. Ich möchte mich bei Paolo Bonora entschuldigen, weil ich ihn geschubst habe. Das war völlig unnötig. Ich war enttäuscht über meine Reaktion, aber ich war wirklich wütend über das, was passiert ist. Ich hatte heute das Potenzial zu gewinnen, aber ich konnte das Rennen nicht beenden.»
Persönlich entschuldigen konnte sich Martin zum Zeitpunkt seiner Medienrunden noch nicht, wollte das aber direkt danach tun: «Ich habe ihn angerufen, habe ihn in seinem Büro gesucht, aber er war nicht da, also werde ich jetzt gleich noch mal zu ihm gehen.»
Kein Kommentar zum Fernandez-Crash
Zu der Situation mit Raul Fernandez, die zu seinem Unfall führte, wollte Jorge Martin übrigens nichts sagen. Ein sportliches Fazit für Martin lautete aber: «Das Potenzial war da, ich war in jedem Rennlauf schnell. Ich lag vorne, dann auf Platz 3, dann auf Platz 2, also hatte ich das Potenzial, selbst an einem wirklich schwierigen Wochenende um den Sieg und das Podium zu kämpfen. Ich bin also ziemlich zufrieden mit der Leistung, damit, wie wir das Motorrad entwickelt haben, und ich freue mich schon sehr auf Mugello.»
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