Minus-Bilanz: Für diese MotoGP-Piloten ging es 2025 nach unten
Wo Gewinner, da auch Verlierer. Auf der Kehrseite der MotoGP-Medaille fanden sich 2025 etliche große Namen, für die es teilweise massiv nach unten ging. SPEEDWEEK.com fasst zusammen.
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Die längste MotoGP-Saison aller Zeiten sah nicht nur die großen Gewinner mit den Namen Marquez und Bezzecchi, sondern auch einen bemerkenswerten Aufwärtstrend der drei Honda-Piloten Zarco, Marini und Mir. Die 44 Wettfahrten der Kampagne 2025 zeichneten für viele Fahrer eine negative Bilanz auf. Der größte Verlierer der abgelaufenen Saison ist schnell gefunden.
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Ausgerechnet den Weltmeister mit der Startnummer 1 erwischte es gnadenlos. Der Titel der offiziellen MotoGP-Dokumentation trifft es exakt: «From Heaven to Hell». Jeder MotoGP-Betrachter hatte verstanden, dass Jorge Martin 2025 sein MotoGP-Inferno durchlebte. Seine Geschichte, die mit einer Verletzungskette noch vor dem ersten Rennen in Thailand begann, ist filmreif. Von den Blessuren des Sepang-Tests und des folgenden Supermoto-Abflugs sollte sich der Champion 2025 nicht mehr erholen. Die Ergebnis-Katastrophe – für Martin ging es von 1 auf 21 zurück – ging nicht allein auf die körperlich schlechte Verfassung und das Auslassen der halben Saison zurück, auch mental haderte der Madrilene über weite Strecken. Nicht ein einziges Podiumsergebnis blieb – Platz 4 am neuen Balaton-Ring war alles, was der «Martinator» als Erfolg verbuchen konnte.
Außergewöhnlich bitter verlief die Saison auch für einen anderen Spanier und hoch dekorierten MotoGP-Sieger: Maverick Vinales. «Top Gun», der die Saison 2024 als Aprilia-Werksfahrer auf einem respektablen siebten Platz abschließen konnte, fand sich zwölf Monate später nur auf Rang 18 wieder. Wie Martin litt auch Vinales in erster Instanz unter einer langen Verletzungspause. Schuld war ein kurzer Moment auf dem Sachsenring, der den KTM-Racer insgesamt 16 Rennen kosten sollte. Das Aus in Deutschland beendete damit auch den Aufwärtstrend des Tech3-Piloten, der in der Wüste von Katar sogar in Führung gelegen hatte.
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Nicht weniger heftig traf es den Teamkollegen. Enea Bastianini, wie Vinales erst zur Saison 2025 ins KTM-Lager gewechselt, muss mit einer unrühmlichen Auszeichnung leben: Kein anderer MotoGP-Pilot büßte in der Gesamtabrechnung – ohne Verletzung – mehr Positionen ein. Während sich «La Bestia» im Vorjahr mit Marc Marquez lange um Platz 3 in der Tabelle stritt und am Ende Vierter wurde, ging es 2025 mit der RC16 bis auf Rang 14 retour. Aber: Unterbrochen wurde die große Flaute von wenigen Highlights. In Brünn zeigte Bastianini groß auf und schaffte es sogar aufs Podest.
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Weiter geht es mit dem nächsten KTM-Piloten – Brad Binder. Der Südafrikaner fand zu keinem Zeitpunkt zur Form der Vergangenheit zurück. Nach Platz 4 2024 landete die KTM mit der Nummer 33 nur auf Position 11. Und wenn es schon nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu: Binder wurde einmal von Morbidelli abgeräumt und auch die Technik ließ den Routinier 2025 mehrfach im Stich. Das Beste an der sportlichen Misere: Binder überstand das harte Jahr ohne ernste Blessuren. In der Auflistung der großen Verlierer ebenfalls vertreten: Francesco Bagnaia. Die letzte Saison verlief ausgesprochen kurios. Denn nüchtern betrachtet verlief das Jahr alles andere als fatal – im Vergleich mit Größen wie Martin oder Bastianini. Von Rang 2 ging es nur um 3 Plätze, auf Position 5 zurück – doch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit und der Wahrnehmung Bagnaias selbst war die Saison 2025 eine Riesenkatastrophe.
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Trotz solidem Saisonstart mit hoher Konstanz ging es in der zweiten Saisonhälfte spiralförmig abwärts. Verrückt: Nie lagen bei einem MotoGP-Piloten Höhen und Tiefen enger beisammen. Einer Nullnummer in Misano folgte ein Doppelsieg in Japan – dann verschwand der Doppelweltmeister wieder in der sportlichen Bedeutungslosigkeit. Der letzte Platz in Mandalika brachte es auf den Punkt – eine Saison zum Vergessen auch für den bis dato erfolgreichsten Ducati-MotoGP-Piloten.
Kollektiv im Rückwärtsgang unterwegs waren auch die drei Yamaha-Piloten. Während Fabio Quartararo eine Verbesserung gelang, ging es für Alex Rins und die neu aufgestellte Pramac-Mannschaft nach hinten. Für Miguel Oliveira, der gleich zu Beginn der Saison unverschuldet zu Fall kam und mit einer Verletzung ausfiel, bedeutete der Wechsel auf die M1 das MotoGP-Aus. Nach Platz 20 musste der Portugiese Platz machen für Toprak Razgatlıoğlu. Fazit: Aprilia Racing war das Team der Extreme 2025. Die Mannschaft aus Noale hatte mit Marco Bezzecchi den größten Gewinner – und mit Jorge Martin den größten Verlierer in der Box. Für KTM leistete Pedro Acosta die erfolgreichste Arbeit, bei Yamaha war es Fabio Quartararo, der positiv herausstach. Dass Ducati auch weiterhin souverän an der Spitze notiert wurde, war dem ungebrochen starken Gesamtauftritt mit den Marquez-Brüdern, VR46 Racing sowie dem überzeugenden Rookie Fermín Aldeguer zu verdanken.
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Die großen Verlierer der MotoGP-Saison 2025:
Jorge Martin (Aprilia): Verschlechterung um 20 Positionen
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