MotoGP, FP1: Acosta (KTM) in der ersten Brasilien-Session der Schnellste
Im FP1 der MotoGP-Klasse in Goiania fuhr KTM-Ass Pedro Acosta die Bestzeit. Auf den Rängen 2 und 3 folgten Jack Miller (Yamaha) und Marco Bezzecchi (Aprilia). Champion Marc Marquez (Ducati) Vierter.
Am Freitagmittag fand auf dem Autodromo Internacional Ayrton Senna in Goiania das 60-minütige FP1 der MotoGP-Klasse statt. Da es sich um eine neue Rennstrecke im MotoGP-Kalender handelt, hatten die Fahrer der Königsklasse dieses Mal 15 Minuten mehr Zeit, um sich mit dem Layout vertraut zu machen. Das FP1 der Klassen Moto3 und Moto2 dauerte jeweils zehn Minuten länger.
In Brasilien sind alle MotoGP-Stammfahrer am Start. Gresini-Ass Fermin Aldeguer, der die Vorsaisontests und das erste Rennwochenende in Thailand verletzungsbedingt auslassen musste, feiert in Südamerika sein Comeback.
Der 3,84 km lange Kurs wurde Anfang der Woche stark in Mitleidenschaft gezogen – starke Regenfälle überschwemmten die Piste teilweise, es musste viel Schlamm entfernt werden. Für das gesamte Wochenende ist wechselhaftes Wetter vorhergesagt, was es noch schwieriger macht, auf einer neuen Strecke, wo niemand irgendwelche Daten aus der Vergangenheit zur Verfügung hat, die richtige Abstimmung für die Rennen zu finden.
So brachten die Wetterkapriolen bereits den Zeitplan am Freitag durcheinander. Aufgrund von Starkregen begann das FP1 der Moto3-Klasse mit einer Stunde Verspätung um 10 Uhr Ortszeit. Deshalb starteten auch die nachfolgenden Sessions der Klassen Moto2 und MotoGP mit einer einstündigen Verspätung.
Zum Start der Session um 12.05 Uhr Ortszeit war die Sonne herausgekommen, die Wolken hatten sich jedoch noch nicht ganz verzogen. Die Strecke war teilweise immer noch nass. Die Lufttemperatur betrug 24 Grad Celsius.
Die Fahrer gingen pünktlich auf die Strecke. Die erste MotoGP-Session in Goiania begann auf Regenreifen. In Kurve 4 hatte Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia Glück. Ihm rutschte das Hinterrad weg und er konnte einen Sturz gerade noch abfangen. In Kurve 10 musste Lokalmatador Diogo Moreira den Weg durch das Kiesbett nehmen, um einen Crash zu verhindern.
Nach zehn Minuten führte Champion Marc Marquez (Ducati) die Session mit 1:28,708 min an. Auf den Rängen 2 und 3 lagen zu diesem Zeitpunkt Joan Mir (Honda) und Alex Rins (Yamaha). Wenig später setzte sich VR46-Pilot Franco Morbidelli, für den der Brasilien-GP auch ein Heimrennen ist, auf Platz 2. Kurz danach musste Pedro Acosta (KTM) in Kurve 6 den Umweg durch das Kiesbett nehmen – er blieb sitzen und konnte weiterfahren. Marco Bezzecchi (Aprilia) konnte in Kurve 10 einen Crash gerade noch abfangen.
Nach einigen Runden fuhren die meisten Fahrer in die Box zurück, um den Ingenieuren Feedback zu geben. Die Strecke trocknete immer mehr auf.
Nach 20 Minuten preschte Acosta auf Rang 2 nach vorn. Bagnaia fuhr die fünftschnellste Zeit. Marc Marquez führte die Session immer noch an. Wenig später setzte sich Bagnaia mit nur 0,001 sec Rückstand auf seinen Teamkollegen auf Rang 2.
33 Minuten vor dem Ende war es dann, wenig überraschend, Pramac-Yamaha-Ass Jack Miller, der als erster Fahrer mit Slick-Reifen auf die Strecke ging. Es waren aber auf dem Kurs noch zu viele feuchte Stellen, um die Rundenzeit zu verbessern.
Die Top-5 zur Hälfte der einstündigen Session: Marc Marquez, Bagnaia, Acosta, Martin und Mir.
Mit 25 Minuten auf der Uhr fuhr Yamaha-Werksfahrer Alex Rins mit der neuen V4-M1 die zweitschnellste Zeit. Marc Marquez hatte seine Bestzeit auf 1:27,775 min verbessert. Rookie Toprak Razgatlioglu (Pramac Yamaha) preschte zwei Minuten später auf Position 6 nach vorn. Einige Minuten später war Toprak Vierter!
15 Minuten vor dem Ende war auch Regenspezialist Brad Binder mit seiner KTM RC16 auf Slicks unterwegs. Aprilia-Ass Jorge Martin setzte sich kurz danach mit 1:27,576 min an die Spitze.
Die Top-5 zehn Minuten vor dem Ende der Session: Jorge Martin, Marc Marquez, Alex Rins, Pedro Acosta und Johann Zarco.
Sechs Minuten vor dem Ende fuhr Bagnaia die drittschnellste Zeit. Martin verbesserte seine Bestzeit auf 1:27,546 min.
Drei Minuten später setzte sich wieder Marc Marquez mit 1:26,975 min an die Spitze – er hatte, wie die meisten Fahrer, immer noch Regenreifen montiert. Kurz vor dem Ende fuhr Miller auf Slicks auf Rang 4 nach vorne. In seiner letzten Runde verbesserte sich Miller noch auf Position 2. Und Pedro Acosta fuhr mit 1:26,688 min eine neue Bestzeit.
An die Zeit des WM-Leaders kam niemand mehr heran. Hinter Acosta komplettierten Miller, Bezzecchi, Marc Marquez, Morbidelli, Vinales, Martin, Aldeguer, Bagnaia und Alex Marquez die Top-10.
Toprak Razgatlioglu beendete das FP1 auf Rang 16. Die beiden Honda-Werksfahrer Mir und Marini landeten auf den Plätzen 19 und 20. Trackhouse-Pilot Raul Fernandez wurde 21., auf dem letzten Platz folgte Fabio Quartararo (Yamaha).
Die meisten Fahrer waren im FP1 auf Regenreifen unterwegs. Mit Slicks versuchten es zum Beispiel Miller, Binder, Zarco, Mir, Marini, Rins und Quartararo.
Somit war die erste MotoGP-Session in Brasilien seit 22 Jahren wegen der Bedingungen noch wenig aussagekräftig.
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