Bastianini (7.): «Versuchte einfach nur, meine Position zu verteidigen»
KTM-Tech3-Pilot Enea Bastianini wurde im MotoGP-Grand-Prix in Le Mans von Startposition 13 auf Rang 7 nach vorne gespült. Welche Probleme der Italiener im Rennen mit der RC16 hatte.
Enea Bastianini hatte in Le Mans ein MotoGP-Wochenende mit Höhen und Tiefen. Zunächst reichte es im Qualifying nur für Startplatz 14 und im Sprintrennen am Samstag kam der der KTM-Pilot nur wenige Runden weit. Für den Grand Prix am Sonntag rückte der Italiener aufgrund der Verletzung von Champion Marquez in der Startaufstellung um eine Position nach vorne.
Von Position 13 erwischte Bastianini keinen optimalen Start – er blieb im Getümmel hängen, ihm gelang zunächst kein Sprung nach vorne. Dann konnte er sich am Ende der ersten Runde an Luca Marini, Raul Fernandez und Johann Zarco vorbeiquetschen. Nach dem Crash von Alex Marquez in Runde 2 war «La Bestia» bereits Neunter. Danach fuhr er ein unauffälliges Rennen und war lange Zeit hinter Honda-Pilot Joan Mir unterwegs. Nach den Stürzen von Peco Bagnaia und Mir rollte Bastianini auf Platz 7 über die Ziellinie.
Bastianini fuhr somit erneut ein solides Rennen und wurde nach Pedro Acosta (5.) zweitbester KTM-Pilot. Nach dem Rennen erklärte er, weshalb dies am Sonntag aber das Maximum war. «Am Morgen (im Warm-up) fühlte ich mich gut auf dem Bike. Im Rennen hatte ich dann nach einigen Runden nicht das Gefühl, mehr machen zu können. Das Motorrad war sehr unruhig, auch der Reifenverschleiß war stark – das hing mit den Bewegungen im Bike zusammen», erklärte der 28-Jährige. «Ich versuchte einfach nur, meine Position zu verteidigen und Siebter zu bleiben. Wir können nicht wirklich happy sein, ich konnte im Rennen später keinen anderen Fahrer überholen.»
Schwäche im Qualifying
Pedro Acosta ist in diesem Jahr erneut der mit Abstand beste KTM-Fahrer. Der Spanier ist dazu in der Lage, regelmäßig um die Top-Positionen zu kämpfen. Was macht er besser? «Das Qualifying», schmunzelte Bastianini. «Die Pace im Rennen war mehr oder weniger die gleiche. Und wie ich schon sagte, hatte ich Probleme wegen der Bewegungen im Motorrad. Dazu kommt, dass der weiche Hinterreifen für uns kritisch ist – dieser schiebt über den Vorderreifen. Nach fünf, sechs Runden begannen beim Herausbeschleunigen die Bewegungen. Momentan sind die anderen Hersteller auf einem anderen Level. Wir müssen für die Zukunft etwas finden, um den Rückstand aufzuholen.»
Nach fünf Rennwochenenden hat Enea Bastianini 39 Punkte auf seinem Konto. In der WM-Tabelle liegt er auf Rang 10. Ist er happy mit seinem neuen Crew-Chief Andres Madrid, den er seit diesem Jahr an seiner Seite hat? «Ja, ich bin sehr happy über die Zusammenarbeit mit Andres. Er ist ein sehr spezieller Typ, unser Verhältnis wird mit jeder Session besser. Wir arbeiten sehr gut zusammen», meinte Bastianini abschließend.
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