Quartararo vor Heimpublikum auf Podestkurs? «Sind nicht in der Lage dazu!»
Die Chance auf einen Heimsieg von Fabio Quartararo ist dieses Jahr sehr gering. Der französische MotoGP-Star spürt keinen Druck, denn Top-Ergebnisse sind mit der Yamaha dieses Jahr nicht möglich.
Le Mans und Fabio Quartararo – das ist eine Geschichte voller Emotionen und wenig Erfolg. Der letzte französische Weltmeister wird in seiner Heimat jährlich gefeiert wie ein Rockstar. Tausende Fans in Nummer-20-Shirts, ohrenbetäubender Jubel und viel Atmosphäre. Doch die Realität auf der Strecke ist eine andere. Lediglich 2021, in seinem WM-Jahr, schaffte er es hier aufs Podium. Seitdem blieb er oft unter den Erwartungen. Diese Saison ist die härteste seiner MotoGP-Karriere.
Yamaha mit katastrophaler Zwischenbilanz – Quartararo reißt alles raus
Elf Punkte nach vier Rennwochenenden, kein einziges Top-10-Resultat in den Rennen, das beste Einzelresultat ein achter Platz im Sprint in Austin. Die Yamaha M1, die seit diesem Jahr auf einen V4-Motor statt des traditionellen Reihenvierzylinders setzt, ist mit Abstand das am wenigsten konkurrenzfähige Bike im Feld. Seine Markenkollegen Toprak Razgatlioglu, Jack Miller und Alex Rins kommen zusammen auf gerade mal vier Punkte – Quartararo ist mit seinen elf der klar beste Yamaha-Pilot, was ein zweifelhafter Trost mit Blick auf die WM-Tabelle bleibt.
In der Medienrunde am Donnerstag vor dem Frankreich-GP war Quartararo ehrlich: «Die Erwartungen sind leider viel niedriger als letztes Jahr.» Auch nach dem Jerez-Test gab es keine Offenbarung. «Wir haben gespürt, dass wir am Vorderrad von Beginn an Probleme hatten. Wir versuchen, dieses Gefühl am Vorderrad zu finden.» Ein neues Aerodynamik-Teil wurde nach dem Jerez-Test für positiv befunden. In Le Mans soll es zum Einsatz kommen. «Früher war ich es gewohnt, die Rundenzeiten mit dem Vorderrad zu machen. Mit diesem Motorrad bin ich dazu nicht in der Lage.»
Quartararo geht weiterhin ans Limit, will Show für Fans liefern
Die Fans? Für Quartararo Energie und Verpflichtung zugleich, aber kein Druckmittel: «In meinem Fall denke ich, dass der Druck nicht da ist.» Zu viel zu wollen sei ohnehin kontraproduktiv. «Will man zu viel, macht man Fehler.» Sein Antrieb komme von innen. «Es macht mich glücklich, wenn ich den Helm aufsetze und 100 Prozent gebe, um mich bis ans Limit zu pushen. Auch wenn die Ergebnisse nicht die sind, die ich will.»
Immerhin: Auf eine Prise Selbstironie und Stil verzichtet Quartararo auch in schwierigen Zeiten nicht. Wie jedes Jahr bringt er eine besondere Helmgestaltung für sein Heimrennen mit. Für Sonntag kündigte er eine Überraschung an.
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