Ferrari-Star Charles Leclerc: Keine Kritik an Team-Strategie nach Miami-GP
Charles Leclerc war nach dem Miami-GP aus gutem Grund schlecht gelaunt: Ein Fehler sorgte für Frust beim Monegassen. Dennoch verzichtete er darauf, die Strategie seines Ferrari-Teams zu kritisieren.
Der vierte Grand Prix des Jahres begann für Charles Leclerc vielversprechend, er endete aber mit einer bitteren Pille. Er konnte zwar mit einem starken Start die Führung übernehmen. Doch das Boxenstopp-Timing und ein folgenschwerer Fehler sorgten dafür, dass er nur als Sechster ins Ziel kam. Eine Strafe, die er für die Ausritte kassierte, die nach dem Fehler in der dritten Kurve unvermeidlich waren, warf ihn schliesslich noch hinter seinen Teamkollegen Lewis Hamilton auf den siebten Platz zurück.
Zur Boxenstopp-Strategie seines Ferrari-Teams, die er während des Rennens am Funk noch in Frage gestellt hatte, sagte er nach dem Fallen der Zielflagge: «Ich denke, der Fehler war der Hauptgrund dafür, dass ich es nicht aufs Podest geschafft habe. Es ist immer einfach, rückblickend die Strategie zu kritisieren, aber selbst mit der besten Strategie hätte ich mit diesem Fehler in der letzten Runde wohl keinen Podestplatz erreicht. Ich muss also zuerst auf meine Arbeit schauen und natürlich werde ich mit dem Team darüber reden, was wir darüber hinaus optimieren können.»
Kein Frust im Cockpit
Der Fehler habe sich auch nicht durch den Frust über die Strategie oder den Rennverlauf ergeben, beteuerte der 28-Jährige: «Nein, tatsächlich war ich im Auto sehr ruhig. Ich wollte Oscar in der letzten Runde vorbeiziehen lassen, um dann zu kontern, deshalb habe ich mich auch nicht grossartig gewehrt, als er vorbeizog. Dann habe ich in der dritten Kurve wie ein Löwe gekämpft, und meistens ging das bisher auch gut, aber diesmal war das nicht der Fall und ich bin einfach von mir selbst enttäuscht.»
Der Dreher in der dritten Kurve sorgte für einen erheblichen Schaden an seinem Formel-1-Ferrari, erzählte der aktuelle WM-Dritte: «Das war schon ein signifikanter Schaden, was genau kaputt gegangen ist, weiss ich nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich einen Plattfuss hatte und wahrscheinlich wurde auch die Aufhängung in Mitleidenschaft gezogen, denn ich konnte nicht mehr richtig nach rechts lenken.»
Und Leclerc fügte seufzend an: «Das geht ganz auf mich, und ich muss das genau anschauen, denn bei diesen Autos muss man auch schauen, wie die Energie freigesetzt wird. Vielleicht hatte das auch etwas damit zu tun, dass es die letzte Runde war – aber das soll keine Entschuldigung sein. Es war mein Fehler und der ist inakzeptabel, das muss ich jetzt genauer anschauen.»
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