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Exklusiv: Philipp Öttls erstes Fazit zur neuen Ducati Panigale V2 für 2027

Ducati-Pilot Philipp Öttl spricht bei SPEEDWEEK.com exklusiv über den ersten Test mit der neuen Panigale V2 für die Supersport-WM 2027 und erklärt, welche Unterschiede es zur aktuellen Version gibt.

Supersport-WM

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Die Supersport-WM 2026 ist für die aktuell eingesetzte Ducati Panigale V2 die Abschiedssaison. Ab 2027 kommt das neue Modell zum Einsatz, dessen Straßenversion bereits im Herbst 2024 präsentiert wurde und seit gut einem Jahr erhältlich ist. Die beiden Ducati-Modelle unterscheiden sich in einigen Bereichen grundlegend. Philipp Öttl testete die neue Panigale V2 in Misano, fuhr bei diesem ersten Probelauf aber noch eine sehr seriennahe Version.

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«Für die neue Panigale V2 wird ein Tuning-Kit benötigt, der ordentlich Leistung bringt», erklärte Öttl bereits vor dem ersten Test und verwies auf den neu entwickelten V2-Motor der neuen Panigale V2, der laut Ducati eine Spitzenleistung von 120 PS hat. Zum Vergleich: Die aktuelle Version wurde mit einer Nennleistung von 155 PS beworben und muss für den Renneinsatz in der Supersport-WM in der Leistung limitiert werden.

Weniger radikales Serienbike erfordert Tuning-Kit

Die Ausrichtung der neuen Panigale V2 hat sich im Vergleich zum Vorgänger etwas verändert. Das Modell soll mit einem geringeren Gewicht, weniger Leistung und einem spielerischen Handling eine breitere Zielgruppe ansprechen. Ducati entwickelte einen neuen V2-Motor, der ohne Desmodromik auskommt, dafür aber eine variable Einlasssteuerung besitzt, die ein breites Drehzahlband ermöglicht. Am Heck sticht die neue Zweiarmschwinge ins Auge, die markante Einarmschwinge ist auch beim V2-Modell Geschichte.

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Neben dem neuen Motor und dem Chassis hat sich auch die Sitzposition verändert. Die Serienmaschine ist weniger radikal auf Sportlichkeit getrimmt als der Vorgänger. «Neben mehr Motorleistung benötigt das Motorrad auch bei der Ergonomie einige Anpassungen. Der Lenker ist beim Serienmodell ziemlich hoch, für den Einsatz im Rennsport ist das nicht optimal», hielt Öttl bereits vor dem ersten Test fest.

Die ersten Eindrücke von Philipp Öttl zur neuen Panigale V2

SPEEDWEEK.com traf sich mit Öttl im Rahmen des Rennwochenendes in Ungarn, um über den ersten Test mit der neuen Panigale V2 zu sprechen, den er mit seinem Rennteam absolvierte. «Der erste Test ging eher von Feel Racing und weniger von Ducati aus», erklärte Öttl. «Wir sind mit einem Serienmotor und mit Serienelektronik gefahren. Es waren lediglich eine Rennverkleidung, ein großer Kühler und ein paar Anbauteile montiert.»

«Beim ersten Test ging es vorrangig um die Arbeit an der Ergonomie. Wir wollten sehen, wie alles miteinander harmoniert. Wir sind mit einer ersten Version der Racing-Auspuffanlage gefahren, das war aber noch nicht die finale Version», schilderte der 30-Jährige.

«Es wird zwei weitere Tests geben», kündigte Öttl an. «Beim finalen Test wird dann der endgültige Motor von Ducati eingesetzt. Dieser Motor wird einen Tuning-Kit haben. Damit ist das Motorrad dann bereit für den Renneinsatz. Die Elektronik wird dann für den Motor abgestimmt sein. Dann wird es ein fertiges Motorrad sein. Jetzt beim ersten Test sah es nach mehr aus, als es unterm Strich war.»

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Und wie fährt sich die neue Panigale V2? Erinnert die DNA an die aktuelle Version? «Das neue Motorrad ließ sich gut fahren. Aber es war noch ziemlich weit von einem richtigen Rennmotorrad entfernt. Wobei man festhalten muss, dass die Rundenzeit nicht schlecht war für ein derart serienmäßiges Motorrad. Wir waren vielleicht drei Sekunden weg von den Zeiten, die in der Supersport-WM gefahren werden. Das ist wirklich nicht schlecht», so Öttl.

Wirklich präzise Aussagen waren nach dem ersten Test aber schwierig, weil Öttl keine Vergleiche hatte. «Ich kam nach Misano und bin einfach mit dem neu aufgebauten Motorrad gefahren. Ich konnte es nicht mit meinem aktuellen Rennmotorrad vergleichen. Danach bin ich in Assen wieder mit meinem Rennmotorrad gefahren und benötigte 20 Minuten, um mich wieder richtig wohlzufühlen», berichtete er.

Verbessertes Handling und weniger Gewicht als bisher

Auffällig ist laut Öttl aber das gute Handling: «Das neue Motorrad fährt sich relativ einfach. Es lenkt sehr gut durch die Kurven und bremst gut. Die ersten Eindrücke waren wirklich positiv. Wir sind nicht mit den weichsten Reifenmischungen gefahren, wir haben am Fahrwerk wenig gemacht.»

Bei der aktuellen Panigale V2 mit 955 cm³ und 155 PS muss die Leistung für die Supersport-WM gedrosselt werden. Ab 2027 hat Ducati ein Motorrad, das in der Rennversion mehr Leistung als in der Serie hat. Die Leistung dürfte sich bei etwa 130-140 PS einpendeln.

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«Ich habe gehört, dass die Leistung für die Supersport-WM zukünftig ein bisschen nach unten korrigiert werden soll. Ich denke aber dennoch, dass der Motor deutlich mehr Leistung als in der Serie haben wird», verriet Öttl.

«Bemerkenswert beim neuen Motorrad ist, dass es viel leichter ist als das aktuelle. In dem Trimm, in dem wir getestet haben, war es leichter als unser aktuelles Rennmotorrad. Wenn das Motorrad leichter ist, braucht man nicht ganz so viel Leistung. Das Motorrad ist auch sehr schmal. Die Panigale V2 war schon immer ein schmales Motorrad, doch die neue Version ist noch einmal deutlich schmaler geworden», staunte Öttl. Die Mindestgewichte in der Supersport-WM sind modellabhängig. Mit welchem Mindestgewicht die neue Panigale V2 im kommenden Jahr eingesetzt werden muss, ist noch nicht entschieden.

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