Marquez zu Sprint-Strafe: «Überlegen uns jetzt zweimal, ob wir überholen»
Im MotoGP-Sprint in Thailand bekam Marc Marquez eine Strafe aufgebrummt. Für ihn sind die Stewards strenger geworden. Diese Grenze müsse für die ganze Saison gelten – die Fahrer müssen sich anpassen.
Im Sprintrennen in Thailand lieferten sich Marc Marquez (Ducati) und Pedro Acosta (KTM) ein enges Duell um den Sieg. In der vorletzten Runde überrumpelte der Youngster den neunfachen Champion in Kurve 7. Marquez presste sich in der letzten Kurve wieder vorbei, worauf Acosta weit gehen musste. Für die Rennkommissare war das Manöver zu hart. Der Weltmeister musste sich in der letzten Runde wieder hinter seinen Landsmann zurückfallen lassen – in der letzten Kurve ließ er ihn vorbei, Acosta siegte.
Somit konnte Pedro Acosta seinen ersten MotoGP-Sieg einfahren. Die Entscheidung der Stewards sorgte nach dem Rennen für heftige Diskussionen. Im Ducati-Lager war man mit der Strafe alles andere als glücklich.
Marc Marquez: «Es ist wie bei den Elfmetern im Fußball»
In der letzten Woche nahm Marc Marquez in seiner spanischen Heimat einen Sponsorentermin wahr. Dort wurde er noch einmal auf die gegen ihn verhängte Strafe angesprochen. «Man muss sich anpassen. Es ist wie bei den Elfmetern im Fußball. Was früher kein Handspiel war, ist es jetzt, oder umgekehrt. Es gibt in jeder Saison eine rote Linie, die von den Rennkommissaren festgelegt wird, und bei diesem ersten GP haben sie sie ein wenig niedriger gezogen. Diese Linie müssen sie während der Saison beibehalten, und wir Fahrer müssen uns anpassen», meinte Marquez im Interview mit Estrella Galicia 0,0.
Für ihn sind die Stewards somit pingeliger geworden, wenn es um die Verhängung von Strafen geht – das ist zumindest sein Eindruck nach dem ersten Grand Prix. Im WM-Kampf sind Regelauslegung und Strafen mitentscheidend. «Noch einmal: Es geht darum, die Grenze zu ziehen und für alle Aktionen die gleiche Grenze anzuwenden», betonte Marquez. «Ich bin mir bewusst, dass es eine sehr grenzwertige Aktion war. Ich habe keinen Kontakt gesucht, ich bin einfach reingefahren. Das ist die neue Grenze, und wie ich bereits gesagt habe, müssen wir Fahrer uns anpassen. Schauen wir uns einmal an, was in der Moto3 passiert ist: Früher gab es viele Strafen, jetzt sind es weniger. Vielleicht überlegen wir uns jetzt zweimal, ob wir überholen – einfach, um eine Strafe zu vermeiden.»
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