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Stress: Der Haussegen zwischen der MotoGP und den Herstellern hängt schief

Während die MotoGP zurück in Europa ist und es sportlich spannend weitergeht, regiert hinter den Kulissen die Anspannung. Die Verhandlungen zur neuen MotoGP-Ära ab 2027 sind offensichtlich eskaliert.

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Auf der öffentlichen MotoGP-Bühne herrscht beste Stimmung. Am vergangenen Wochenende wurde ein fabelhafter Spanien-GP vor rund 225.000 Zuschauern zelebriert. Ob mit oder ohne Eingriff des Wettergotts, die frenetische Fangemeinde sah spannende Rennen – in sechs Rennen – inklusive Red Bull-Rookies Cup– standen viermal Spanier ganz oben auf dem Siegerpodest. Friede, Freude, MotoGP, könnte man meinen.

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Doch während das aktuelle Produkt MotoGP mit voller Drehzahl unterwegs ist, ist die Lage im Hintergrund das Gegenteil von entspannt. Seit Monaten erwarten alle Beteiligten des Sports eine Aussage zur Zukunft der MotoGP nach der Saison 2026. Denn mit dem Ende der laufenden Saison laufen alle Vereinbarungen der fünf in der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft engagierten Werke aus.

Honda, Yamaha, Ducati, KTM und Aprilia sind vertraglich an MotoGP-Rechteinhaber, die Anfang 2026 neu gegründete MotoGP Sport Entertainment SL, gebunden. SPEEDWEEK.com berichtete ausführlich über die Veränderungen innerhalb der MotoGP infolge der Übernahme der bisherigen Besitzer Dorna Sports durch den US-Konzern Liberty Media.

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Die Verträge mit den fünf Werken können als Basis aller weiteren Vertragswerke bezeichnet werden. Denn ohne eine vertragliche Sicherheit zum Engagement der Motorradhersteller können auch keine Verträge zur Zusammenarbeit mit Kundenteams besiegelt werden. Und ohne Werke und Teams – auch keine Verträge mit Fahrern. Zwar gibt es seit langem Absichtserklärungen und selbst unterschriebene Vorverträge mit Piloten und Kundenteams, doch rechtskräftig werden diese erst mit den genannten Basisverträgen.

Genau aus diesem Grund warten Medien, Partner und Fans seit Monaten vergeblich auf offizielle Aussagen zu den «Big Deals» im Fahrerlager. Als sicher gilt: Fabio Quartararo wird zu Honda wechseln, Pedro Acosta zu Ducati Corse, Alex Marquez zu KTM oder auch Jorge Martin zu Yamaha – doch ohne vertragliche Grundlage, dass die Meisterschaft überhaupt mit den bekannten Kräften stattfindet, gibt es auch keine Bestätigung zu Verhandlungen.

Gleiches gilt für die Kundenteams. Zwar gelten mit Ausnahme von Tech3 die Kundenteams als fix entschieden, doch der neue Tech3-Inhaber Günther Steiner hängt streng genommen ebenfalls in der Warteschleife. Auch hier gilt: Erst müssen die fünf Werk bei MotoGP Sport Entertainment für die Fünfjahres-Periode 2027 bis 2031 unterschreiben.

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Doch was hält die Werke ab? Sowohl die MotoGP als auch die Hersteller haben sich verpflichtet, während der laufenden Verhandlungen über die Inhalte der Zusammenarbeit Stillschweigen zu bewahren. Dennoch ist längst klar, dass die Kooperation der fünf Werke und dem Promoter auf eine harte Probe gestellt wird. Eine Einigung hätte längst erfolgen sollen. Im idealen Szenario wäre man bereits Ende 2025 auf die Verhandlungszielgerade eingebogen. Spätestens mit der offiziellen Neufirmierung des Ausrichters wäre die offizielle Kommunikation zur neuen MotoGP-Ära stimmig gewesen.

Doch ein Treffen aller Verantwortlichen im Anschluss des Sepang-Tests in Malaysia Anfang Februar endete mit weiterem Unmut. In etlichen Folgemeetings wurde weiter verhandelt mit dem Ziel in Jerez bereit zu sein für den feierlichen Akt. Daraus wurde nichts. Stattdessen boykottierten die Vertreter aller Werke das Treffen. Angeblich entsprach der Letztstand der Verhandlungsinhalte einem Rück- statt dem vereinbarten Fortschritt, es folgte die Notbremsung der Werke, die untereinander auf einer Linie stehen.

Man muss nicht mit am Tisch sitzen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, an welcher Stelle es klemmt. Es geht um nichts anderes als Geld, sehr viel Geld. Die neuen Inhaber, die sich mit 4,2 Milliarden ins Spiel gebracht haben, planen eine rasante Ausweitung des Geschäftsmodells. In den Köpfen der neuen Inhaber geht es wenig um dezente Beschleunigung, sondern vollen Schub. Und das geht nur mit üppigen Investitionen, die wiederum auch von den Herstellern mitgeschultert werden müssen.

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Alle Werke haben großes Interesse an einem Wachstum der MotoGP, doch die Motorradwelt ist nur sehr bedingt mit der Autoindustrie vergleichbar. Eine XL-Aufstockung der Budgets und Energie ist mutmaßlich schlicht nicht leistbar. Ziel der Werke ist es ein angemessenes Verhältnis zwischen Ausgaben, Investitionen und Einkünften. Und hier liegen die Vorstellung derzeit viel zu weit auseinander. Eine weitere Eskalation scheint nicht ausgeschlossen.

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