Auch in Portugal ging es beim Kampf um die Q2-Tickets sehr eng zu. Den Mehrkampf entschied nach einer Stunde der neue MotoGP-Vizeweltmeister Alex Marquez vor Pecco Bagnaia. KTM und Honda überzeugten.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Eine gute Nachricht zu Beginn des einstündigen Zeittrainings der MotoGP-Königsklasse: Die berühmt-berüchtigte Session am Freitagnachmittag fand mit Raul Fernandez statt. Der Trackhouse-Aprilia-Pilot war zur Mitte des FP1 heftig abgeflogen. Nach einer gründlichen Untersuchung im Krankenhaus bekam der Spanier grünes Licht.
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Ebenfalls positiv: Während die Zeittrainings Moto3 und Moto2 jeweils von kurzen Regeneinlagen behindert wurden, hatte ich der Himmel etwas aufgeklärt. Das Training war gerade fünf Minuten alt, da flogen die MotoGP-Bikes. Erst stürzte VR46-Pilot Franco Morbidelli, dann schmiss der sonst so sattelfeste Luca Marini seine Werks-Honda in Kurve 13 neben die Strecke. Immerhin hatte Valentino Rossis Halbbruder zu diesem Zeitpunkt mit Platz 9 aufgezeigt.
Ungerührt von den offensichtlich nicht perfekten Bedingungen hatte Alex Marquez, der das Feld schon im FP1 angeführt hatte, mit einer 1:38,2 min die erste Richtzeit gesetzt. Zwei Zehntel dahinter: Pedro Acosta mit der KTM RC16. Johann Zarco, Pecco Bagnaia und Fermin Aldeguer hatten sich nach zehn Minuten dahinter eingefädelt. Kurze Zeit später war die nächste Honda RC213V außer Gefecht. Der Franzose Zarco musste seinen Renner mit einem technischen Defekt abstellen.
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Gut aufgestellt zeigte sich KTM. Noch vor der Halbzeit des Zeittrainings lagen mit Acosta (2.), Espargaro (4.) und Binder (6.) gleich drei Vertreter der Österreicher in aussichtsreicher Lage mit Blick auf das Q2
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Beeindruckend auch Debütant Nicolo Bulega. Mit 1,2 sec Rückstand auf die Bestzeit ging der Superbike als 15. In die zweite Halbzeit der Session.
Keine große Überraschung war bis hierhin Marco Bezzecchi, der sich ebenfalls früh in die Top-10 gefahren hatte. Als die ersten Piloten frisches Reifenmaterial – die meisten entschieden sich vorne für eine Medium/Soft-Kombination – ausgefasst hatten, wurde es schnell lebendig auf den Zeitenmonitoren, auch weil sich der Himmel über dem Autodromo schlagartig wieder verdunkelt hatte.
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Los ging es mit dem tapferen Raul Fernandez. Der durchgeschüttelte Spanier sprang auf Platz 7 nach vorne. Teamkollege Ai Ogura folgte und war als Sechster sogar ein Zehntel schneller. Der Rookie aus Japan war nur kurze Zeit später sogar auf Bestzeitkurs, wurde aber von einsetzendem Regen gestoppt. Während Jack Miller zu Boden ging, schien KTM-Ass die Tropfen zu ignorieren. Acosta verbesserte zunächst seine eigene Zeit, um dann mit einer neuen Bestzeit zu verblüffen. Die Nummer 37 kam auf eine 1:38,0 min und war damit nur noch 0,4 sec von der Pole-Zeit 2024 entfernt. Doch Pedro Acosta hatte keine Ruhe. Auch andere Piloten hatten erkannt, dass die Strecke gut genug für einen Angriff war. Am nächsten kam dem KTM-Projekt Marco Bezzecchi auf der Werks-Aprilia. Nur eine Minute später ging es wieder auf vier zurück. Denn Alex Marquez hatte sich Platz 1 mit der ersten 1:37er-Runde zurückgeholt und auch Johann Zarco schlug mit Platz 3 zurück. Mit fünf Minuten auf der Uhr stieg die Spannung weiter, denn von oben blieb es trocken. Auf dem Schleudersitz und Rang zu diesem Zeitpunkt: Brad Binder. Wie so oft, änderte sich die Reihenfolge der MotoGP-Asse auch in Portugal noch einmal grundlegend.
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Pecco Bagnaia und Marco Bezzecchi starteten jeweils noch einen ernsthaften Angriff auf die Bestzeit. Beide scheiterten knapp, verbesserten sich aber auf die Ränge 2 und 4. Mit seiner 1:37,974 min behielt Gresini-Pilot Alex Marquez knapp die Oberhand. Stark, Honda. Joan Mir und Johann Zarco landeten auf 5 und 6. Dahinter holten sich Fabio Di Giannantonio, Fermin Aldeguer, KTM-Tester Pol Espargaro und Ai Ogura die begehrten Q2-Tickets. Luca Marini verpasste den Einzug als Elfter. Gleiches gilt für den enttäuschten Yamaha-Frontmann Fabio Quartararo (14.). Kein Pilot der M1 schaffte es direkt ins zweite Qualifying. Nicht dabei nach dem Zeittraining ist auch Bulega. Der Neuling verlor exakt eine Sekunde auf die Bestzeit, was in der MotoGP-Welt derzeit nur für Platz 17 reicht. Ergebnisse MotoGP Portimao, Zeittraining (7. November): 1. Alex Marquez (E), Ducati, 1:37,974 min 2. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +0,030 sec 3. Pedro Acosta (E), KTM, 0,088 4. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +0,159 5. Joan Mir (E), Honda, +0,209 6. Johann Zarco (F), Honda, +0,258 7. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +0,328 8. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +0,408 9. Pol Espargaro (E), KTM, +0,450 10. Ai Ogura (J), Aprilia, +0,469 11. Luca Marini (I), Honda, +0,577 12. Franco Morbidelli (I), Ducati, +0,623 13. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,624 14. Brad Binder (ZA), KTM, +0,679 15. Raul Fernandez (E), Aprilia, +0,788 16. Jack Miller (AUS), Yamaha, +0,900 17. Nicolo Bulega (I), Ducati, +1,012 18. Alex Rins (E), Yamaha, 1,096 19. Enea Bastianini (I), KTM, +1,156 20. Somkiat Chantra (T), Honda, +1,824 21. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +1,884 22. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +1,907
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