Marcel Schrötter vor EWC-Debüt in Le Mans: «Großen Respekt vor 24 Stunden»
Marcel Schrötter startet in Le Mans erstmals als EWC-Stammfahrer. Der BMW-Pilot spricht über Respekt, Erwartungen und die Herausforderung seines ersten 24-Stunden-Rennens.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Marcel Schrötter steht vor einem neuen Kapitel seiner Karriere: Beim Saisonauftakt der FIM Endurance World Championship (EWC) 2026 in Le Mans gibt der Bayer sein Debüt als Stammfahrer in der Langstrecken-Weltmeisterschaft – und das gleich beim traditionsreichen 24-Stunden-Rennen auf dem Bugatti Circuit.
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Nach ersten Erfahrungen im Langstreckensport, unter anderem bei den berühmten 8 Stunden von Suzuka, hat der 33-Jährige im Winter den Schritt in die EWC vollzogen. Mit dem Team ERC Endurance rund um Teamchef Uwe Reinhard sowie BMW hat Schrötter ein vertrautes Umfeld gefunden. Gemeinsam mit den erfahrenen Piloten David Checa und Kenny Foray teilt er sich die BMW M1000RR mit der Startnummer 6. Jan-Ole Jähnig ist der Ersatzfahrer des Teams. Solide Saisonvorbereitungen in Portimao und Jerez Die Vorbereitung auf die neue Herausforderung verlief vielversprechend. Bei Wintertests in Jerez und Portimao sowie zuletzt direkt in Le Mans arbeitete sich das Team kontinuierlich nach vorne. Dennoch weiß Schrötter, dass beim ersten Saisonhighlight noch nicht alles perfekt ist.
«Langstreckenrennen sind für mich nichts Neues, da ich bereits mehrfach in Suzuka Erfahrungen gesammelt habe. Trotzdem bin ich ein wenig nervös, denn an diesem Wochenende werde ich mein erstes 24-Stunden-Rennen bestreiten. Ich habe großen Respekt vor dieser Herausforderung», erklärte Schrötter vor dem Rennwochenende.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Gerade die Unwägbarkeiten eines 24-Stunden-Rennens machen für ihn den besonderen Reiz – und die Schwierigkeit – aus: «In Le Mans im April können viele Faktoren entscheidend sein. Glücklicherweise sagen die Prognosen für die nächsten Tage gutes und stabiles Wetter voraus. Ich denke, das wird die Sache ein bisschen einfacher machen – in Anführungszeichen natürlich. Ein Rennen über eine so lange Distanz ist kein Spaziergang.»
Der Auftakt in Le Mans ist für Schrötter weit mehr als nur ein Rennwochenende – vielmehr spricht er bewusst von einer «Rennwoche». Bereits im Vorfeld standen Tests, Meetings und Medientermine auf dem Programm. Sonderweg bei den Reifen: ERC Endurance setzt auf Dunlop Sportlich sieht der ehemalige Moto2-WM-Pilot sein Team auf einem soliden Weg, auch wenn noch Arbeit vor ihnen liegt: «Wir haben bei unseren Tests in den Wintermonaten und hier in Le Mans gute Arbeit geleistet, aber wir suchen noch nach einer besseren Basis. Wir sind nicht allzu weit von den Spitzenteams entfernt, aber es gibt noch einiges zu tun.»
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Ein entscheidender Faktor könnte dabei die Zusammenarbeit mit dem Reifenpartner Dunlop werden: «In dieser Hinsicht müssen wir auch eng mit unserem Reifenpartner zusammenarbeiten, um das bestmögliche Material zu erhalten. An Unterstützung mangelt es nicht, und bisher läuft alles gut.»
Besonders positiv hebt Schrötter das Klima innerhalb des Teams hervor: «Ich habe mich gut im Team eingelebt und verstehe mich hervorragend mit meinen Teamkollegen.» Für das Rennen selbst setzt er klare Prioritäten: «Wichtig ist, dass wir uns eine solide Basis schaffen und ein sauberes Rennwochenende haben, hoffentlich ohne größere Fehler. In 24 Stunden kann viel passieren – wir werden sehen, wo wir am Ende landen.» Der Startschuss für das 24-Stunden-Rennen fällt am Samstag um 15:00 Uhr, die Zieldurchfahrt erfolgt exakt 24 Stunden später. Zuvor bestimmen zwei Qualifying-Sessions am Donnerstag und Freitag die Startaufstellung.
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