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Pit Beirer (KTM) über Reifendruckregel: «Hat nichts mit bescheissen zu tun»
Nach dem MotoGP-Sprint in Austin kassierte Pedro Acosta eine Strafe wegen Unterschreitung des Reifendrucks. Was KTM-Rennsportchef Pit Beirer von der Regel hält und welche Alternative er vorschlägt.
MotoGP
Im Artikel erwähnt

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Die Reifendruck-Regel sorgt in der MotoGP-WM für Diskussionen. Es kommt immer wieder vor, dass Fahrer nach den Rennen Strafen aufgebrummt bekommen und dadurch das Ergebnis durcheinandergewirbelt wird. Der vorgeschriebene Mindestdruck im Vorderreifen darf für mindestens 60 Prozent der Renndistanz nicht unterschritten werden – ansonsten gibt es Zeitstrafen. Aufgrund der Regel hat beispielsweise letztes Jahr KTM-Tech3-Ass Maverick Vinales seinen zweiten Platz in Katar nachträglich verloren – er bekam eine 16-Sekunden-Strafe und rutschte auf Position 14 ab.
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Die Regel soll der Sicherheit für die Fahrer dienen. Tatsächlich sorgt diese für Ärger, Frust und auch Unverständnis bei den Fans, die mit nachträglichen Ergebniskorrekturen leben müssen. Dazu kommt, dass die Fahrer in den Rennen oft taktieren, damit sie keine Strafe kassieren – so wie Champion Marc Marquez, der sich in Führung liegend auch schon absichtlich zurückfallen lassen musste. Auch Pedro Acosta hat wegen der Unterschreitung des Mindestdrucks im Vorderreifen schon mehrmals Strafen bekommen – zuletzt in Austin vor knapp zwei Wochen. Der KTM-Pilot raste im Sprint auf Rang 3 und kassierte nachträglich eine 8-Sekunden-Strafe, weshalb er als Achter gewertet wurde. Markenkollege Enea Bastianini (Tech3) erbte den Podestplatz.
«Dass so etwas Rennen entscheidet, ist einfach grausam!»Pit Beirer
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«Letzten Endes wird die Entscheidung, mit welchem Reifendruck du losfährst, ganz stark zwischen Fahrer und Crew-Chief getroffen», sagte KTM-Rennsportchef Pit Beirer nach dem US-GP im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir haben ein sehr großes Team und sehr viele Daten. Aber die letzte Entscheidung liegt beim Crew-Chief, der dem Fahrer in die Augen schaut, und ihn fragt: ‘Gehen wir ans Limit oder bauen wir uns eine Reserve ein?’ Die zwei, Crew-Chief Paul Trevathan und der Rennfahrer Pedro Acosta, sind beide Grenzgänger.» Acosta hat die Strafe gut weggesteckt, einen Tag später fuhr der 21-Jährige im Grand Prix erneut auf das Podest – dieses Mal passte der Luftdruck im Vorderreifen. «Den Preis haben wir bezahlt, darum kam auch nicht die Kritik. Natürlich war er enttäuscht, aber es war ganz bewusst in der Nähe des Limits und am Samstag waren die Temperaturen halt so kalt, dass es einfach unter dem Limit war.»
Beirer stellt die Reifendruckregel generell in Frage. «Abgesehen davon, ist einfach die Regelung absurd. Ich habe mich stark dafür gemacht, dass wir zum Beispiel in der Startaufstellung den Reifendruck überprüfen lassen – und wenn irgendwer von uns will, dass wir mit 1,8, 1,9 oder 2,0 Bar losfahren, dann ist mir das egal. Aber es ist dann für alle gleich», so der Deutsche. «Die Reifendruckregel ist absurd, weil es hat nichts mit bescheissen zu tun. Wenn du so viel Reserve einbaust, dass du sicher nicht drunter bist und du fährst dann im Windschatten von einem anderen Fahrer, dann geht dir der Reifendruck durch die Decke und das Bike wird unfahrbar. Wenn du aber allein vorne fährst, geht der Druck auf einmal runter. Wir sind aber nicht in der Situation wie ein Marc Marquez letztes Jahr, der von Haus aus davon ausgeht, dass er allein vorne fährt und alles dann so einstellt. Wir kämpfen manchmal mittendrin im Pulk und auf einmal hast du Kilometer, wo du allein fährst, und dann geht der Reifendruck runter.»
Pit Beirer: «Nach diesem Rennen kommt wieder Bewegung rein, weil die Fans interessiert das nicht» «Diese Regel gehört definitiv verändert oder abgeschafft. Denn dass so etwas Rennen entscheidet, ist einfach grausam», führte Pit Beirer weiter aus. «Wegen 0,03 Bar Reifendruck hast du weder einen Vorteil noch einen Nachteil. Meine Meinung ist ganz klar: Wir haben schon einmal Punkte verloren wegen dem, wir haben sie aber auch schon knapp bekommen. Wir haben auch schon einmal ein Podium gewonnen, weil wer anderes das hatte. Es ist totaler Bullshit, weil es keine Aussage darüber hat, ob jemand einen guten oder schlechten Job gemacht hat. Natürlich ärgert es mich jetzt mehr, weil es uns jetzt wieder direkt betroffen hat. Wenn es dich dann drei oder vier Rennen nicht betrifft, schiebst du es wieder zur Seite. Das ist ein Punkt, über den man diskutieren muss. Der FIM-Präsident ist mir in der Startaufstellung über den Weg gelaufen und er sagte: ‘Diese Regel gehört sofort geändert.’ Ich sagte dann zu ihm: ‘Du bist der FIM-Präsident, ändere sie!’ Nach diesem Rennen kommt wieder Bewegung rein, weil die Fans interessiert das nicht. Lass uns alle mit dem gleichen Reifendruck losfahren und dann Rennen fahren.» Die Strafe gegen Acosta in Austin führte nach dem Sprintrennen zu einer absurden Situation. «Wir fahren auf das Podest und hinterher musst du die Medaille – Gott sei Dank – von einer in die andere KTM-Box tragen», so Beirer.
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