Schnappt sich Ferrari Oliver Bearman? Das sagt Haas-Teamchef Komatsu
Oliver Bearman ist überraschender WM-Siebter. Der Brite macht mit einer starken Performance auf sich aufmerksam. Schnappt sich etwa Ferrari den Kaderfahrer? Was Teamchef Ayao Komatsu dazu sagt.
Blickt man derzeit auf die Fahrer-Wertung im WM-Klassement, so überrascht ein Name: Nach den üblichen Verdächtigen von Mercedes, Ferrari und McLaren, jeweils im Zweierpack nacheinander auf den Plätzen 1 bis 6, steht dort: Oliver Bearman. Der Haas-Pilot liegt mit 17 Punkten an Rang 7 der WM. Und das, obwohl er ja nur zwei GPs beenden konnte. In Suzuka verunfallte schwer, ging dort punktlos aus.
Der junge Brite erwischte einen richtig starken Saisonstart. Bearman ist Teil des Ferrari-Nachwuchskaders (Haas ist außerdem Ferrari-Motorenkundenteam). Muss das US-Team befürchten, dass sich die Scuderia Bearman irgendwann wegschnappt? Noch ist Ferrari mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton bestens aufgestellt. Doch wer weiß, was die Zukunft bringt?
Komatsu: Kein Grund zur Sorge
Haas-Teamchef Ayao Komatsu macht sich darüber keine Sorgen. Der japanische Ingenieur sagte dazu im Podcast «Beyond the Grid»: «Es gibt keinen Grund, sich darüber Sorgen zu machen. Ich glaube fest daran, zu kontrollieren, was man kontrollieren kann. Ferrari hat über viele Jahre hinweg in ihn investiert. Wir haben ihn für voriges Jahr und dieses Jahr bekommen, also müssen wir uns auf das konzentrieren, was wir unter Kontrolle haben. Wenn wir einen so guten Job mit Ollie gemacht haben und Ollie so gut performt, dass Ferrari ihn wirklich für das darauffolgende Jahr haben möchte, dann müssen wir glücklich sein, dass wir unsere Arbeit geleistet haben.»
Außerhalb der Kontrolle von Haas
Komatsu erklärt: «Das wird nur ein Thema zwischen uns Ferrari sein. Wir sind alle voll darauf konzentriert, das Beste aus dem Auto herauszuholen und auch aus Ollie rauszuholen. Wenn das bedeutet, dass wir ihn fürs nächste Jahr verlieren – ich hoffe, nicht. Aber das ist nichts, was wir kontrollieren können.»
Haas ist aktuell Vierter in der Team-WM, startete insgesamt richtig positiv. Gut für Bearman übrigens auch das Timing: Sein schwerer Unfall in Suzuka ging zwar glimpflich aus. Der Brite prellte sich nur das Knie. Dennoch Glück für ihn im Unglück, dass nun eine Rennpause ist und er Zeit zur Erholung hat. Bis Miami Anfang Mai wird er wieder fit sein, wie Komatsu bereits nach dem Japan-GP vermutete.
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