Sponsorensuche für den Speedwy-GP: Andere Kundschaft als in der Formel 1
Die englische Firma Mayfield Sports Management verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Sponsorenakquise im Automobilrennsport. Bezüglich Speedway-GP muss CEO Richard Coleman umdenken.
Richard Coleman kommt aus dem Automobilrennsport, war früher selbst Teambesitzer und machte sich mit seiner Firma Mayfield Sports Management in diversen Touren- und Sportwagenrennserien einen guten Namen. Zu seinen Kunden zählen Hersteller wie Aston Martin, Chevrolet und Porsche, mehrere Formel-1-Teams und weltbekannte Firmen wie American Express, Gulf oder Motul.
Erste Gehversuche im Speedway-Sport machte Mayfield Sports Events als Organisator des Cardiff-Grand-Prix 2023 und 2024; nach der Saison 2025 übernahm Coleman die restlichen sechs Jahre vom 10-Jahres-Vertrag zwischen Warner Bros. Discovery und dem Motorrad-Weltverband FIM für den Speedway-GP, gültig bis Ende 2031.
Das vorrangige Ziel des Engländers ist, für den Speedway-GP und anhängige Serien wie SGP2, SGP3, SGP4, die Nations und den Weltcup eine nachhaltige und gesunde wirtschaftliche Basis zu schaffen. Neben einer stemmbaren Kostenstruktur wird entscheidend sein, dass auch die Einnahmenseite aus Veranstaltergebühren, Sponsorship und TV-Verträgen stimmt.
Weit fortgeschrittene Gespräche
«Wir führen einige weit fortgeschrittene Gespräche», sagte Coleman im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com zum Thema Sponsoren. «Ich bin zuversichtlich, dass wir einige gewinnen können – pro Rennen wechselnde Sponsoren, aber auch als Serienpartner. Wir hatten sehr viel in kurzer Zeit zu erledigen, doch jetzt läuft die Serie. Wir werden potenzielle Sponsoren zu Rennen einladen und können dann hoffentlich welche festzurren.»
Beim WM-Auftakt in Landshut am 2. Mai traten die Fahrer mit dem großen Mayfield-Logo auf der Brust an, auf den Lenkerverkleidungen war neben Seriensponsor Monster das Logo der WWK-Versicherung zu sehen – allerdings nicht vom Mutterhaus, sondern der Regionalniederlassung Schweiger & Partner.
Für die Grands Prix in Manchester konnte ATPI als Titelsponsor gewonnen werden, eine der größten Reiseagenturen weltweit. In Breslau/Polen und Riga/Lettland wirbt Werkzeughersteller Dewalt groß, in Vojens/Dänemark der auf LED-Kerzen spezialisierte Webshop Deluxe Homeart. Für die weiteren WM-Veranstaltungen werden noch Partner gesucht.
Ein unglaublich spannender Arenasport, in dem es für die Marken viele Berührungspunkte gibt.richard coleman über das produkt speedway
«Bislang haben wir vor allen mit Firmen aus dem Luxussegment gearbeitet, hauptsächlich wegen unserer Tätigkeit in der Formel 1», schilderte Coleman. «Im Speedway-Sport ist es aber so, dass das Sponsoring mehr auf Verbrauchsgüter ausgelegt ist, auch wegen der Demographie der Fans. Aber es ist ein unglaublich spannender Arenasport, in dem es für die Marken viele Berührungspunkte gibt. Polen ist der Motor des Speedway-Sports, einige der polnischen Firmen sind aber sehr auf den polnischen Markt fixiert und nicht international. Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Pakete zu schnüren. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Ende des Jahres in dieser Hinsicht etwas bewegen können.»
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