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Perfekter Nicolo Bulega (Ducati) in der MotoGP: Scheitert es am Gehalt?
Nach seinem 3. Platz beim Saisonauftakt in Australien lief für Alvaro Bautista in der Superbike-WM nichts mehr zusammen. Nach Platz 4 im ersten Lauf in Assen schöpft der Ducati-Privatier Hoffnung.
Die Geschichte ist ein alter Hut: Mit der Einführung des Mindestgewichts für die Kombination aus Fahrer in voller Montur und Motorrad – einige nennen sie auch die Anti-Bautista-Regel – verlor Alvaro zuerst seine Nummer-1-Position bei Aruba.it Ducati an Nicolo Bulega und ein Jahr später seinen Teamplatz. Jetzt fährt der 41-Jährige für das Privatteam Barni Spark Ducati und eroberte beim Saisonauftakt in Australien nach einem Sturz und Platz 7 im zweiten Hauptrennen bei Mischbedingungen als Dritter seinen ersten Podestplatz.
In Portimao hatte er nach zwei neunten Rängen erneut einen Crash, deshalb war schwierig vorherzusagen, zu was er auf dem TT Circuit in Assen in der Lage sein würde. Bemerkenswert: In den Niederlanden hat Bautista siebenmal gewonnen und stand 13 Mal auf dem Podium.
Startplatz 7 war für Alvaro okay, er war nie ein besonders starker Qualifyer und brauste lediglich in 10 seiner 247 Superbike-Rennen von der Spitze des Feldes los. «In den ersten Runden bin ich ein gefährlicher Fahrer, weil das Motorrad zu schwer ist und ich es deshalb nicht so kontrollieren kann, wie ich gerne würde», erzählte Bautista. «Ich versuchte zu Beginn nichts zu zerstören und meine Position zu halten. Für einen Sturz gibt es immer einen Grund, diese Saison war bislang hart für mich. Für mich hat sich viel verändert: das Bike, das Team, wir haben nicht viel getestet und mein Gefühl für das Motorrad ist nicht das beste. Es ist schwierig für uns Lösungen für meine Probleme zu finden und die Rückmeldungen des Bikes für mich zu verbessern. Das Team und ich kennen uns immer besser und wir arbeiten jetzt stärker in die gleiche Richtung.»
Gegen die Ducati-Werksfahrer Bulega und Lecuona an der Spitze kam Bautista im ersten Assen-Rennen nicht an, auch Markenkollege Sam Lowes war einen Tick zu schnell. Doch Platz 4 ist ein ordentliches Ergebnis und gibt dem Routinier Grund für Zuversicht. «Bereits in Portimao haben wir uns mehr nach meinem Gefühl und weniger nach den Daten gerichtet», schilderte der Superbike-Weltmeister von 2022 und 2023. «So gelang uns ein Schritt vorwärts und es war schade, dass ich im Rennen gestürzt bin. In Assen ist uns ein weiterer Schritt gelungen, langsam bekommen wir eine Basis und ich finde Vertrauen. Klar wäre ich gerne bestmöglich in die Saison gestartet, aber die Situation ist, wie sie ist. Bekomme ich das Gefühl, dass ich mich nicht mehr verbessern möchte, dann bleibe ich zuhause. Sobald ich wieder Spaß am Fahren und ein gutes Gefühl habe, kommen die guten Ergebnisse automatisch.»
Mit den 13 Punkten aus dem Samstagrennen hat Bautista jetzt 40 auf dem Konto und liegt damit auf dem achten Gesamtrang. Traut er Bulega zu, dass er dieses Jahr sämtliche Rennen gewinnt? «Er kann das», antwortete Alvaro, ohne lange zu überlegen. «Momentan gibt es keinen Rivalen, der mit ihm mithalten kann. Würde die Gewichtsregel gestrichen, hätte ich größere Chancen. So liegt er zu weit voraus.»
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