Assen, Lauf 1: Regen sorgt für dramatisches Finale bei Ducati-Vierfachsieg
Einsetzender Regen sorgte im ersten Lauf der Superbike-WM 2026 in Assen für Dramatik, den Sieg ließ sich Ducati-Werkspilot Nicolò Bulega aber nicht nehmen. Miguel Oliveira bester BMW-Pilot.
Nach seiner Dominanz auf Phillip Island und in Portimão sicherte sich Ducati-Werkspilot Nicolò Bulega am Samstagvormittag die Pole-Position für den ersten Superbike-Lauf in Assen. Neben dem Italiener starteten mit Sam Lowes und Iker Lecuona zwei weitere Ducati aus der ersten Reihe. Mit Danilo Petrucci (BMW), Xavi Vierge (Yamaha) und Alex Lowes (Bimota) sind drei Marken in Reihe 2 zu finden, nur Honda enttäuschte mit Startplatz 18 durch Jonathan Rea.
Für den Nachmittag sind für das Gebiet um den TT Circuit leichte Regenfälle vorhergesagt. Bei Rennstart um 15:30 Uhr zogen dunkle Wolken über die Rennstrecke, aber es war bei 15 Grad Celsius trocken.
Lecuona bog in Führung liegend vor Bulega und Sam Lowes in die erste Kurve ein. Petrucci und Vierge verloren Positionen. Nach der ersten Runde hatte sich Álvaro Bautista (Ducati) auf Platz 4 vorgearbeitet, gefolgt von Alex Lowes (Bimota) , Andrea Locatelli (Yamaha) und Petrucci. Vierge, Mackenzie und Oliveira komplettierten die Top-10.
Frühstart von BMW-Ass Danilo Petrucci – und ein Anfängerfehler
In Runde 2 übernahm Bulega mit der schnellsten Rennrunde in 1:33,684 min die Führung und BMW erhielt eine bittere Nachricht: Petrucci fabrizierte einen Frühstart und musste als Strafe zwei Long-Lap absolvieren. Und als der Italiener die erste Strafe antrat, wäre er beinahe gestürzt und ratterte durch den Kies – damit war das Rennen für den Routinier gelaufen.
Vorn zogen Bulega und Lecuona mit den schnellsten Zeiten auf und davon und führten nach fünf Runden um 1,2 sec vor Sam Lowes (3.) und 3,9 sec vor Bautista. Derweil drängelte Vierge (7.) hinter seinem Yamaha-Teamkollegen Locatelli.
Nach 10 von 21 Runden belegten Bulega, Lecuona und Lowes mit einem Respektabstand weiterhin die ersten drei Positionen. Bautista und Alex Lowes kämpften um Platz 4 und im Yamaha-Lager tobte der Kampf zwischen Locatelli und Vierge um die sechste Position, in den sich zunehmend Tarran Mackenzie (Ducati) einmischte. Dicht dahinter BMW-Pilot Miguel Oliveira, Lorenzo Baldassarri (Ducati) und Yari Montella (Ducati).
In Runde 14 setzt plötzlich Regen ein
In Runde 14 änderte einsetzender Regen alles! Lecuona fuhr zwei Sekunden schneller als sein Teamkollege und übernahm sechs Runden vor dem Ende die Führung. Auch Sam Lowes spülte es wieder auf eine Sekunde heran. Zu Beginn von Runde 19 lagen die Top-3 sogar nur innerhalb von 0,3 sec! Die Rundenzeiten stabilisierten sich im Bereich von 1:36 min.
Am Ende setzte sich aber doch Bulega durch, der sich mit einem mutigen Manöver die Führung zurückholte und vor Lecuona und Sam Lowes seinen saisonübergreifend elften Sieg in Folge feierte.
Als bester Nicht-Ducati-Pilot kreuzte Alex Lowes mit seiner Bimota auf Platz 5 die Ziellinie. Für Yamaha sorgte Locatelli als Sechster für das beste Finish. Die turbulenten letzten Runden halfen BMW-Ass Miguel Oliveira ein wenig, die siebte Position zu erreichen.
Als 16. und 17. verpassten Garrett Gerloff (Kawasaki) und Jonathan Rea (Honda) die Punkteränge.
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