Sieg war kein Spaziergang: Regen machte es Nicolò Bulega (Ducati) schwer
Mit dem siebten Saisonsieg behielt Nicolò Bulega im ersten Superbike-Lauf auf dem TT Circuit Assen eine weiße Weste. Der Ducati-Pilot hatte jedoch mehr Mühe, als er es selbst erwartet hatte.
Der Sieg im ersten Lauf in Assen war der bereits siebte Triumph von Nicolò Bulega in der Superbike-WM 2026, saisonübergreifend gewann der Ducati-Star sogar elf Rennen – seit dem zweiten Hauptrennen in Estoril 2025 ist der Italiener unbesiegt.
Ein Spaziergang war das Rennen am Samstagnachmittag jedoch nicht. Nicht nur, dass sich Bulegas Aruba.it-Teamkollege Iker Lecuona nach anfänglicher Rennführung nicht abschütteln ließ, sorgte einsetzender Regen ab Runde 14 für Dramatik pur. Lecuona stellte sich schneller auf die Bedingungen ein und knöpfte dem Italiener die Führung ab. Auch Ducati-Privatier Sam Lowes – eigentlich bereits um vier Sekunden distanziert – lag plötzlich wieder in Schlagdistanz.
Nicolò Bulega konnte den Regen riechen
Am Ende ließ sich der WM-Leader aber nicht aus der Ruhe bringen und fuhr in den letzten zwei Runden wieder einen Vorsprung von 1,6 sec heraus. «Es war schon ein recht schwieriges Rennen – das Wetter war nicht gerade nett zu uns», sagte Bulega. «Es regnete nicht sehr stark, aber man spürte ihn und man konnte den Regen unter dem Helm riechen. Am Ende war das Rennen komplizierter, als ich es vorher erwartet hatte.»
Der 26-Jährige weiter: «Ich riskierte nur so viel, wie es sich für mich richtig anfühlte. Als ich von Iker überholt wurde, war klar, dass ich etwas schneller fahren musste, und folgte ihm zunächst nur. Für zwei Runden waren die Bedingungen wirklich schlecht – manche Bereiche waren nass, andere waren trocken. Aber zwei Runden vor dem Ende regnete es nicht mehr und die Bedingungen besserten sich. Ich hatte den Vorderreifen geschont, konnte Iker schnappen und meine Pace fahren.»
«Von außen betrachtet hat es vielleicht einfach und wie unter Kontrolle ausgesehen, aber wenn man auf dem Motorrad sitzt und die Ruhe bewahren muss, ist es das überhaupt nicht», betonte der WM-Leader. «Der Fight mit Iker in den letzten Runden war großartig – er fuhr ein starkes Rennen, und dazu kann ich ihm nur gratulieren.»
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