Philipp Öttl wollte es nicht wie Petrucci machen: Siebter statt Kiesbett
Zeitweise auf Podiumskurs liegend, kreuzte Philipp Öttl (Ducati) im ersten Rennen der Supersport-WM 2026 in Assen nach einer Long-Lap-Strafe als Siebter die Ziellinie.
Es hätte ein starkes erstes Rennen für Philipp Öttl werden können, entsprechend enttäuscht war der Bayer nach seinem siebten Platz am Samstagnachmittag auf dem TT Circuit Assen. Bis auf die zweite Position kam der als Siebter gestartete Ducati-Pilot nach vorn und in zehn Runden fuhr der 29-Jährige in den Top-4, bis ihn eine Long-Lap-Strafe zurückwarf.
Was war passiert? Öttl kürzte in Kurve 17 unerlaubt ab und hätte bis zum nächsten Sektor eine Sekunde langsamer fahren müssen, um einer Bestrafung zu entgehen.
«Die Strafe empfinde ich als etwas überzogen», kritisierte Öttl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Jordi Gutiérrez. »Meiner Meinung nach war das einfach nur ein Rennzwischenfall. Aber so sind halt die Regeln und ich habe nicht darauf geachtet, dass ich bis zum nächsten Sektor hätte langsamer fahren müssen, und das war mein Fehler.»
Der Ducati-Pilot weiter: «Ich habe mich gewundert, dass ich auf der Long-Lap gar nicht so viel Zeit verloren habe. Bei der Long-Lap passieren oft blöde Sachen, so wie bei Petrucci, weil man sie fast nie im Rennspeed fährt. Deshalb habe ich aufgepasst, dass eben nichts passiert. Ins Ziel zu kommen, ist wichtiger, aber aufs Podium müssen wir es auch bald wieder mal schaffen.»
Danilo Petrucci wäre beinahe im Kiesbett gestürzt
Zur Info: Danilo Petrucci erhielt im ersten Superbike-Rennen wegen Frühstarts eine doppelte Long-Lap-Penalty. Doch auf der ersten Strafrunde kam der BMW-Pilot vom schmalen Streifen ab und ratterte durch den Kies. Die anschließende Aufholjagd endete auf Platz 17.
Müssen uns keine Vorwürfe machen.Philipp Öttl
Der geringe Zeitverlust genügte jedoch, um in die nächste Kampfgruppe zurückzufallen und damit heraus aus dem Kampf um eine Top-3-Platzierung . «Dabei habe ich mich gut gefühlt und hatte mir einen Platz auf dem Podium vorgenommen, mit der Long-Lap war das aber schwierig», bedauerte der WM-Dritte von 2020. «Deshalb bin ich mit dem Ergebnis auch nicht ganz zufrieden, denn es war ein guter Tag. Im Warm-up war ich sehr fokussiert und hätte es auch im Rennen auf den Punkt bringen können. Nach der Strafe war es vorbei, auch wenn auf die Top-3 nicht viel gefehlt hat. Ich denke, wir müssen uns keine Vorwürfe machen, denn wir waren gut vorbereitet und haben alles gut hinbekommen – nur das Ergebnis ist nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Am Sonntag versuchen wir, das Maximum herauszuholen.»
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