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WM-Leader Nicolò Bulega (Ducati): Knackt er den Siegrekord von Toprak?
Baufällige Tribünen und vorgeschriebene Lärmschutzwände fehlen. Rund um den Circuito do Estoril gibt es viele offene Fragen, die auch das Meeting der Superbike-WM 2026 betreffen könnten.
Im Zuge der Coronapandemie feierte der Circuito do Estoril ein ebenso überraschendes wie fulminantes Comeback in der Superbike-WM – zuvor gastierte die seriennahe Weltmeisterschaft nur 1988 und 1993 auf der bei Lissabon gelegenen Piste. Die Rennen beim Saisonfinale 2020 waren extrem spannend und umkämpft. In diesem Jahr ist die portugiesische Piste als vorletztes Meeting im Kalender eingeplant.
Aber um die Rennstrecke im 100-Prozent-Besitz einer staatlichen Holding gibt es derzeit viele Diskussionen. Eine Tribüne ist marode und wurde gesperrt, einer zweiten droht dasselbe Schicksal – Sanierungen sind mittelfristig jedoch nicht geplant. Dazu kommen Beschwerden von Anwohnern, weshalb aufgrund der Lärmschutzbestimmungen seit Monaten keine Track-Days mehr stattfinden. Für professionelle Rennveranstaltungen gibt es üblicherweise Ausnahmen.
Nun wurde bekannt, dass der Eigentümer die Rennstrecke mittels einer internationalen Ausschreibung verpachten möchte. Bieter müssen ein Konzept vorlegen, das Investitionen im dreistelligen Millionenbereich in die Infrastruktur beinhalten muss.
Ein bekannter Bewerber ist die Gemeinde Cascais, in der sich der Circuito do Estoril befindet. Bürgermeister Nuno Piteira Lopes erhöht derweil den Druck und bringt eine Schließung der Anlage wegen fehlender Schallschutzwände und -messgeräte zur Überwachung der Lärmpegel ins Spiel. Ausgang offen.
Inwiefern sich die Querelen auf das Superbike-Meeting vom 9. bis 11. Oktober auswirken kann, ist schwer zu durchschauen und hängt maßgeblich vom Verlauf der Ausschreibung ab. Deutsche Superbike-Fans erinnern sich schmerzhaft an den Verkauf des Lausitzrings im Juli 2017 an die Dekra, wodurch der Vertrag mit der seriennahen Weltmeisterschaft für 2018 hinfällig wurde.
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