Superbike WM • Neu
Sieg war kein Spaziergang: Regen machte es Nicolò Bulega (Ducati) schwer
Doppel-Weltmeister Dominique Aegerter sorgte mit Platz 6 im ersten Supersport-Rennen in Assen für Kawasakis bestes Saisonergebnis. Bei aller Freude über das Ergebnis hält der Schweizer den Ball flach.
Nach den Rennen in Portimao sagte Kawasaki-Teamchef Manuel Puccetti, dass sie nicht mal den Tunnel sehen, geschweige denn das Licht an dessen Ende. Nach dem starken Rennen von Dominique Aegerter in Assen, der Schweizer arbeitete sich von Startplatz 11 auf Position 6 nach vorne und sah 0,932 sec hinter Sieger Jaume Masia (Ducati) die Zielflagge, war jedem in der Kawasaki-Box die Erleichterung anzusehen.
Platz 6 ist das beste Saisonergebnis des Teams, entspricht aber weder dem Anspruch der Mannschaft noch des Fahrers. Nach verregneten Wintertests und missglücktem Saisonstart ist es aber zumindest ein erster Schritt zu Größerem.
Für Aegerter steht fest: Das war noch kein Befreiungsschlag. «Der beginnt für mich erst, wenn ich ein gutes Gefühl und Vertrauen habe», unterstrich der Rohrbacher im persönlichen Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Und wenn ich in jedem Training Minimum in den Top-10 bin. Es ist schön, dass uns gute Runden gelingen, ich darf am Sonntag von Platz 5 starten und wurde Sechster im Rennen. Aber ich von mir aus will natürlich mehr. Das Bike hat so funktioniert, wie ich das möchte, auch wenn sie mir in gewissen Bereichen immer noch ein bisschen davonfahren. Am Schluss konnte ich wie immer die Pace halten, das kann ich. Aber ich habe sicher vier Plätze gewonnen durch Fehler der anderen, einmal in der ersten Kurve und einmal in der Schikane. Deshalb bin ich noch nicht zufrieden.»
Und sagte abschließend: «0,9 sec Rückstand sind schön, aber die vorne haben sich auch bekämpft und es hat vier Runden lang getröpfelt. Das Resultat ist gut und wir haben sicher einen Schritt vorwärts gemacht. Aber das ist der dritte Event und wir sollten schon lange um die Top-5 kämpfen. Das ist jetzt mal ein Anfang, auch wenn es noch viele Sachen gibt, die wir in den Griff bekommen müssen, damit wir konstant auf diesem Niveau sein können. Das Bike hat gehalten, die Einstellungen waren okay, ich habe die Fitness und die Konzentration. Ich fahre exakt und versuche keine Fehler zu machen – und ich bin sicher ein Typ, der Rennen fahren will. Meine Stärke liegt im Rennen, das konnte ich umsetzen.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.