Yamaha nach Superbike-Auftakt 2026: Großer Frust, aber auch viel Hoffnung
So einen schlechten Saisonauftakt wie in diesem Jahr hat Yamaha in der Superbike-WM lange nicht mehr erlebt. Pata Maxus-Teamchef Paul Denning spricht von Frust, aber auch von Hoffnung.
Dem Regen im zweiten Lauf und einem sattelfesten Andrea Locatelli hatte Yamaha beim Superbike-Auftakt auf Phillip Island das einzige Top-5-Finish zu verdanken. Im Trockenen waren 13. Plätze die besten Ergebnisse – ein Desaster.
Der an allen Tagen schnellste Yamaha-Pilot, Xavi Vierge, hatte Pech und stürzte in beiden Hauptrennen. Das Superpole-Race verpasste der Neuzugang im Pata Maxus Werksteam, weil seine R1 nicht einsatzbereit war.
Es ist klar: Yamaha hat am Meeting in Australien ordentlich zu knabbern. «Phillip Island im vergangenen Jahr war schon ein sehr anspruchsvolles Event, aber dieses Jahr war es leider noch schwieriger», stöhnte Teamchef Paul Denning. «Xavi hat mit der R1 bereits einen guten Rhythmus und ein tolles Gefühl gefunden, daher hatten wir nach einem starken Qualifying große Hoffnungen, dass er dieses Potenzial auch in den Rennen ausschöpfen könnte. Der schwere Unfall im ersten Rennen war extrem unglücklich – und dann kostete ihn ein technisches Problem mit dem frisch überholten Motorrad die Chance, heute im Superpole-Rennen anzutreten. Fehlender Grip am Hinterrad und der Sturz heute Nachmittag im Regen rundeten ein wirklich unglückliches erstes Event ab. Loka kennt das Motorrad schon seit vielen Jahren und war immer schnell, egal wo wir waren, aber tatsächlich war dies sein schwierigstes Rennwochenende seit seinem Eintritt ins Team im Jahr 2021.»
Die Frustration ist großPaul Denning
Der Engländer, der mit seinem Crescent-Team seit 2016 den Werksauftritt von Yamaha organisiert, ist aus den ersten Jahren leidgeprüft. «Die Frustration ist groß, denn die Ergebnisse spiegeln das Potenzial der R1 WorldSBK nicht wirklich wider. Wir waren hier in den vergangenen Jahren deutlich konkurrenzfähiger», betonte der Denning. «Gemeinsam mit Yamaha müssen wir die Probleme lösen und unser Potenzial wieder voll ausschöpfen, bevor die Europameisterschaft im März mit dem Test in Portimão beginnt.»
Gleichzeitig sieht Denning aber ein Licht am Ende des Tunnels. «Was wir bisher von Xavi gesehen haben, gibt uns viel Hoffnung für die Zukunft mit Pata Maxus Yamaha. Ihm geht es trotz der beiden Unfälle körperlich gut, und wir freuen uns darauf, dass er zeigt, wozu er unserer Meinung nach fähig ist», lobte der Teamchef den Spanier. «Positiv bei Loka war, dass er in den ersten Runden des zweiten Rennens richtig Gas gegeben hat und sich vom 15. Startplatz bis auf den fünften Platz vorgearbeitet hat, was zeigt, dass seine Entschlossenheit keineswegs nachgelassen hat.»
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