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Steht James Stewart vor dem Karriere-Ende?

Nach dem Ende des Yoshimura-Suzuki-Teams wird auch die große Karriere von James Stewart enden. James Stewart blickt auf viele Höhen und Tiefen zurück. Er hat den Motocross-Sport in vielerlei Hinsicht enorm bereichert.

Thoralf Abgarjan

Von

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Im letzten Jahr gewannen die Stewart-Brüder noch das 'Red Bull Straight Rhythm', dieses Jahr stehen beide Fahrer ohne Team da
Im letzten Jahr gewannen die Stewart-Brüder noch das 'Red Bull Straight Rhythm', dieses Jahr stehen beide Fahrer ohne Team da
Foto: Suzuki
Im letzten Jahr gewannen die Stewart-Brüder noch das 'Red Bull Straight Rhythm', dieses Jahr stehen beide Fahrer ohne Team da
© Suzuki

James Stewart ist eine der schillerndsten Figuren des Motocross-Sports. Eine Legende, dessen Karriere nun unerbittlich zu Ende geht.

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Ich füge hinzu: leider, denn James Stewart hat den Motocross-Sport bereichert, wie kaum ein anderer Sportler.

Nach seiner 16-monatigen Dopingsperre vor zwei Jahren, meldete er sich mit einem Sieg beim letztjährigen 'Red Bull Straight Rhythm' zurück. Nur wenige Tage später musste er verletzt aus dem Stadion in Lille getragen werden. Zum Neustart der Supercross-Saison 2016 in Anaheim schien er wieder fit zu sein, kollidierte aber schon im ersten Rennen mit Ryan Dungey und verletzte sich erneut.

Es folgten ungezählte weitere Stürze und Verletzungen. Da sich auch sein Teamkollege Blake Baggett in dieser Saison mehrfach verletzte, stand das Yoshimura-Team - bis dahin offizielles Suzuki-Werksteam - in der letzten Saison öfter gänzlich ohne Fahrer da, während ein anderer Suzuki-Pilot in Gestalt von Ken Roczen - vom RCH-Satelliten-Team - einen Sieg nach dem anderen und schließlich den Titelgewinn feierte.

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Die Gesetze des Erfolgs trafen das Yoshimura-Team knallhart und unerbittlich: Suzuki wendete sich von Yoshimura ab und erklärte das RCH-Team zum offiziellen Werksteam.

Das Ende von Yoshimura-Suzuki war damit besiegelt.

James Stewart hat kein Team für die kommende Saison.

Dass er in einem anderen Werksteam unterkommt, ist nahezu unmöglich, denn alle Plätze sind vergeben. Er könnte ein eigenes Privat-Team gründen, aber James ist über 30 Jahre alt und er weiss, dass er seine besten Tage in diesem Sport längst hinter sich hat.

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Da sein jüngerer Bruder Malcolm (der heute übrigens 24 Jahre alt wird) als amtierender Ostküstenmeister ebenfalls ohne Team dasteht, gibt es immer wieder Gerüchte, dass es vielleicht doch ein eigenes 'Stewart-Team' geben könnte, aber sehr real scheint dieses Szenario derzeit nicht zu sein.

'Bubba' war der erste Afro-Amerikaner, der es im Motocross zu großen Erfolgen gebracht hat. Er hat die Sprungtechnik des 'Scrubbens' zwar nicht als Erster erfunden, aber wesentlich kultiviert, so dass in den ersten Jahren nicht von 'Scrubs' die Rede war, sondern von 'Bubba-Scrubs'.

James Stewart hat Großes zur Popularisierung von Supercross und Motocross in den USA geleistet. Über ihn berichteten regelmäßig Mainstream- und Lifestyle-Magazine wie 'Rolling Stone', 'The New York Times', 'Maxim', 'ESPN The Magazine' und 'GQ'.

Er verkörpert mit seiner sympathischen Art nicht nur den Sport, sondern auch Lifestyle.

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Seine Spezialität war Supercross, doch 2008 gewann er die US-Outdoors mit 24 Siegen in 24 Rennen.

Zum Motocross kam er durch seinen Vater, 'Big James'. Schon am zweiten Tag seines Lebens hat der Vater seinen ältesten Sohn 'James jr.' auf ein Motorrad gesetzt. Mit 3 Jahren konnte 'Little James' bereits Motorrad fahren und bestritt sein erstes Rennen im Alter von 4 Jahren.

Im Alter von 6 Jahren hatte 'Little James' bereits 11 (!) US-Amateurtitel gewonnen.

1997 kaufte 'Big James' eine Ranch in Florida, wo er eine eigene Trainingsstrecke für seine Söhne errichtete, die bis heute genutzt wird.

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2002 wurde Steward in seinem ersten Profijahr 'Rookie of the Year', bevor er im folgenden Jahr bereits Champion wurde.

Es folgten ungezählte Siege im Supercross und im Motocross. Zweimal (2006 und 2008) gewann Stewart für die USA das Motocross der Nationen.

Der Doping-Skandal von 2014 warf einen dunklen Schatten auf die Karriere von James Stewart, änderte aber nichts daran, dass er Sympathieträger war und blieb.

Wie auch immer die Zukunft von James Stewart jr. aussehen wird: Seine Biographie ist eine Geschichte zum Verneigen. Er blieb immer auf dem Boden, ging oft zu Boden, rappelte sich unzählige Male wieder auf, versprühte keinen Hauch von Arroganz, respektierte seine Gegner und hatte für seine Fans immer ein offenes Ohr.

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Sein breites, immer freundliches Lächeln auf den Motocross-Podien wird irgendwie fehlen. Aber wer weiss, vielleicht kehrt er in anderer Position doch irgendwann ins Paddock zurück.

Die Karriere von James Stewart jr. auf einen Blick

2003 - Champion Supercross Lites West

2004 - Champion Supercross Lites West, 125cc AMA Pro Motocross Champion

2006 - MXoN-Sieger (mit Ryan Villopoto und Ivan Tedesco)

2007 - Supercross-Weltmeister

2008 - AMA Pro Motocross Champion mit 24 Siegen in 24 Rennen

2008 - MXoN-Sieger (mit Ryan Villopoto und Tim Ferry)

2009 - Supercross-Weltmeister

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