Slovakia Ring: Ende der Sommerferien im GT Masters

Von Tom Vorderfelt
ADAC GT Masters

Auf dem Slovakia Ring startet das ADAC GT Masters am kommenden Wochenende nach langer Sommerpause endlich in die zweite Saisonhälfte. Neue Fahrer im Feld.

Die Sommerferien im ADAC GT Masters sind vorbei: Auf dem Slovakia Ring bei Bratislava in der Slowakei gibt die «Liga der Supersportwagen» zum Start in die zweite Saisonhälfte vom 8. bis 10. August wieder Gas. Der rund 100 km vor Wien gelegene Slovakia Ring, auf dem das ADAC GT Masters nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr nun zweiten Mal Station macht, ist mit 5.922 Metern die längste Strecke im Kalender und zählt zu den fahrerisch anspruchsvollsten Strecken. Angeführt von Kelvin van der Linde und René Rast (beide Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8 sorgen Supersportwagen von fünf Herstellern in den Top-Fünf der Tabelle für einen spannenden Start in die entscheidende Phase der Saison.

Perfekter Sommer für Tabellenführer René Rast

Eine perfekte Sommerpause erlebte Tabellenführer Rast und Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (Prosperia C. Abt Racing). Die beiden Audi-Piloten gewannen in den vergangenen sechs Wochen im Audi R8 das ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und die 24h von Spa-Francorchamps/Belgien, zwei der bedeutendsten Langstreckenrennen für GT-Sportwagen. Rast hat nach dem Traumsommer bereits das nächste Ziel im Visier: Nun soll gemeinsam mit Teamkollege van der Linde, der kürzlich das Nachwuchsprogramm «Young Driver Excellence Academy» des Automobilweltverbandes FIA gewann, der ADAC GT Masters-Titel her. Auf dem Slovakia Ring sieht Rast gute Chancen, sich an der Tabellenspitze behaupten. «Die Strecke liegt unserem Audi R8, das haben wir bereits im vergangenen Jahr gesehen.»

Jaap van Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport) ist dicht auf den Fersen der Tabellenführer. Zehn Punkte beträgt der Rückstand des Porsche-Piloten zum Start in die zweite Halbzeit. Van Lagen und Teamkollege Christian Engelhart wissen, dass es am Slovakia Ring nicht einfach wird. Van Lagen: «Die Strecke ist für unseren Porsche eine Herausforderung. Wir hatten dort allerdings einen guten Test vor einigen Wochen. Im Qualifying wird es schwierig, aber im Rennen profitieren wir meistens davon, dass Christian und ich ein sehr starkes Team sind.»

Jagd auf ihren zweiten Saisonsieg machen Claudia Hürtgen und Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert) im BMW Z4. Hürtgen/Baumann starten als Tabellendritte in die zweite Saisonhälfte und liegen knappe vier Punkte vor dem Mercedes-Benz SLS AMG von Maximilian Buhk und Maximilian Götz (HTP Motorsport), die bereits zu zwei Siegen fuhren. «Auf dem Slovakia Ring ist für uns alles drin», ist Baumann optimistisch. «Die Strecke hat es in sich und bietet dem Fahrer wenig Orientierungspunkte. In diesem Jahr ist der Slovakia Ring noch etwas schneller, denn eine provisorische Schikane wurde entfernt und in einigen Kurven gibt es nun zusätzliche Asphaltstreifen am Fahrbahnrand.»

Titelverteidiger Keilwitz startet mit Wirth

Rechtzeitig zum Start in die heiße Phase des Titelkampfs ist Titelverteidiger Daniel Keilwitz (Callaway Competition) mit einem Doppelsieg am Red Bull Ring in die Top-Fünf der Tabelle gefahren. Bei den noch ausstehenden vier Rennwochenenden will der Corvette-Pilot, der im vergangenen Jahr auf dem Weg zum Titel auf dem Slovakia Ring siegte, gemeinsam mit Andreas Wirth seinen Titel erfolgreich verteidigen.

Zwei Fahrer wollen auf dem Slovakia Ring wieder für Furore sorgen: Ex-Champion Albert von Thurn und Taxis und Tomas Enge (Reiter Engineering) eroberten auf dem Red Bull Ring im mächtigen Chevrolet Camaro ihre erste Podiumsplatzierung im ADAC GT Masters. Auf dem Slovakia Ring wollen die beiden Camaro-Piloten die Qualitäten des mehr als 600 PS starken US-Muscle-Cars unter Beweis stellen.

ADAC GT Masters-Debüt für Riberas und Mayr-Melnhof

Zum Start in die zweite Saisonhälfte gibt es auch neue Gesichter im ADAC GT Masters. Porsche-Förderpilot Alex Riberas startet erstmals an der Seite von Nathan Morcom (Farnbacher Racing) im Porsche 911 und ist neben Formel-1-Pilot Jaime Alguersuari (ROWE Racing), der einen Mercedes-Benz SLS AMG steuert, der zweite Spanier im Feld.

Erstmals am Start ist auch Niki Mayr-Melnhof, der gemeinsam mit Markus Winkelhock im Audi R8 von Prosperia C. Abt Racing antritt und aus dem nahen Wien nur eine kurze Anreise zum Slovakia Ring hat. Nach dem erfolgreichen Gastspiel zuletzt am Red Bull Ring nimmt auch Grasser Racing mit einem Lamborghini Gallardo für Gerhard Tweraser und Tomas Pivoda zum zweiten Mal in dieser Saison ein ADAC GT Masters-Wochenende in Angriff.

Toni Seiler (Callaway Competition) will in der Gentlemen-Wertung mit einem neuen Teamkollegen um einen weiteren Klassensieg kämpfen. ADAC GT Masters-Laufsieger Andreas Simonsen startet gemeinsam mit Seiler und steuert erstmals eine Corvette. Die Corvette-Piloten wollen Gentlemen-Tabellenführer Herbert Handlos (TONINO Team Herberth) schlagen. Der Österreicher dominierte im Porsche 911 in der ersten Saisonhälfte die Gentlemen-Wertung und liegt nach sechs Siegen in acht Rennen in der Tabelle mit 62,5 Punkten Vorsprung deutlich vor seinen Markenkollegen Antonios Wossos und Wolf Nathan (GW IT Racing Team Schütz Motorsport).

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