Tim Gajser: Große Erlösung nach erstem Yamaha-Podium
Motocross-MXGP-Ass Tim Gajser wetzte mit einer starken Performance im zweiten Durchgang von Almonte erstmals mit seinem neuen Arbeitsgerät auf das Grand-Prix-Podium.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Das Debüt der Motocross-WM im andalusischen Almonte wurde zu einer Berg- und Talbahn für Yamaha-Neuling Tim Gajser. Sowohl im Quali-Rennen als auch im ersten Lauf der MXGP war der 29-jährige Slowene auf der flachen, sandigen und extrem ausgefahrenen Piste chancenlos – er beendete die Durchgänge nur auf den Rängen 8 und 6. Es wäre aber nicht der fünffache Weltmeister, wenn er nicht ein Rezept finden würde.
Werbung
Werbung
In der Halbzeitpause wurde im Gajser-Lager an den richtigen Schrauben gedreht. Im zweiten Lauf wirkte Gajser jedenfalls wie ausgewechselt – er fuhr von Platz 11 direkt nach dem Start bis auf Position 3 nach vorne, die er bereits zur Halbzeit übernahm. Der Slowene schloss dabei innerhalb von zwei Runden eine Lücke auf Weltmeister Romain Febvre (Kawasaki), der unter dem Druck von Gajser schwer zu Sturz kam. Zu Beginn des Rennens überholte Gajser außerdem mühelos seinen Teamkollegen Maxime Renaux. Der dritte Platz brachte Tim Gajser somit auch noch auf das Tagespodium an der Seite von Kumpel und Dominator Lucas Coenen (Red Bull KTM) sowie HRC-Honda-Neuzugang Jeffrey Herlings. «Es war ein weiteres Wochenende mit viel Kampf für uns», stellte Gajser fest. «Aber die Arbeit hat sich wirklich bezahlt gemacht, und das Ergebnis war ebenfalls besser. Wir haben schon am Samstag Änderungen am Motorrad durchgeführt und dann in jeder Session weiter adaptiert.»
Gajsers Fazit: «Ich spüre, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Es gibt immer noch Raum für Verbesserungen, aber der Fortschritt ist klar zu sehen. Ich möchte mich sehr beim ganzen Team bedanken, denn in den herausfordernden Momenten ist es wichtig, zusammenzustehen – und genau das haben wir getan. Nach zwei Runden der WM wieder auf dem Podium zu sein, ist ein großartiges Gefühl. Ich hoffe, dass wir darauf weiter aufbauen können.»
Werbung
Werbung
Nach der offiziellen Zeremonie wurde dann vor dem Podium erstmals ein großes Yamaha-Teamfoto mit allen Crewmitgliedern geschossen. Auch Yamaha-Mastermind Michele Rinaldi freute sich mit der Kemea-Truppe. Für Gajser sind diese Tage doppelt emotional, würde doch sein als Kind bei einem schrecklichen Unfall verstorbener Bruder Zan am 24. März Geburtstag feiern. Aus diesem Datum setzt sich auch die Startnummer 243 des Slowenen zusammen. Der Zirkus zieht nun weiter in die Schweiz, wo am kommenden Sonntag der Grand Prix auf dem Kurs von Frauenfeld-Gachnang gefahren wird. Dort hatte sich Gajser 2025 als WM-Führender beim Sturz über eine kleine Erdbegrenzung am Streckenrand eine schwere Schulterverletzung zugezogen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.