Patric Muff: Dem Feuerball entkommen

Von Andreas Gemeinhardt
Britische Superbike-Meisterschaft

Der Schweizer Patric Muff erlebte in Oulton Park einen heißen Moment, als das Motorrad von Chis Walker direkt vor ihm in Flammen aufging.

Am vergangenen Wochenende stand in Oulton Park bereits die zweite Runde der Britischen Superbike-Meisterschaft auf dem Programm. Aufgrund eines Bank-Holiday-Feiertags fanden die Rennen erst am Montag statt und die Fahrer des Bathams BMW Teams starteten erst am Samstag in die freien Trainings.

Trotz schönstem Wetter hatten sowohl Patric Muff und sein Teamkollege Michael Rutter Mühe, das Motorrad auf die neue Strecke abzustimmen. Die Plätze 18 und 23 waren dementsprechend ernüchternd. Im dritten freien Training hatte Muff noch einen Schreckmoment. An einer gefährlichen Stelle ging nach einem Sturz das Motorrad von Chris Walker in Flammen auf und Patric Muff, der dem Feuerball nur mit Glück ausweichen konnte, hatte dafür als Zuschauer die Pole-Position.

«Obwohl es eine der schönsten Strecken in England ist, war es von Beginn weg ein einziger Kampf. Wir hatten nicht nur Mühe die richtige Fahrwerksabstimmung zu finden, sondern vor allem die Elektronik bereitete uns Kopfzerbrechen. Und dann wurde es für einen Moment lang ziemlich heiß. Doch wer außer Walker kann schon behaupten, so nah dabei gewesen zu sein.»

Auf das Qualifying am Sonntagnachmittag wurden dementsprechend einige Umbauarbeiten vorgenommen. Und so startete man auf gut Glück in die erste Session mit dem Ziel, sich erst einmal in den Top-20 zu platzieren und so in das zweite Qualifying durchzukommen. Mit der 18. Position wurde die erste Hürde genommen, doch so souverän wie in Brands Hatch, wo er sich während des gesamten Qualifyings in den Top-10 bewegte, war es definitiv nicht. Obwohl er dann mit 1:36,5 Minuten seine schnellste Zeit auf den Asphalt brennen konnte, blieb am Schluss nur der enttäuschende 18. Platz.

«Klar war das ganze Qualifying eine Enttäuschung. Wenn du dich am ersten Rennwochenende im ganzen Qualifying in den Top 10 bewegen kannst und dann schon in der ersten Session zwei Hinterreifen einsetzen musst um in die Top 20 zu kommen, ist die Sache sowieso gelaufen.» Nach den Überstunden am Vorabend, wo das Team noch einiges am Motorrad anpasste, startete man am Montag ganz nach dem Motto «Neuer Tag, neues Glück» in den wichtigsten Tag des Wochenendes. Beim Warm-Up war Muff zwar schneller wie in den freien Trainings, aber auch hier schaute nur die ernüchternde 17. Position heraus.

«Ich fühlte mich zwar wohler auf dem Motorrad als am Vortag, aber was nützt das, wenn du trotzdem zu langsam bist?» Patric Muff zeigte in den Rennen dann trotzdem seine Willensstärke und konnte mit den Plätzen 14 und 15 doch noch zumindest ein paar Punkte ins Trockene bringen. Michael Rutter belegte die Plätze 11 und 12. Das erste Rennen gewann erneut Shane Byrne vor dem Australier Joshua Brookes, welcher dann im zweiten Rennen Byrne's Siegesserie beenden konnte und ihn auf den zweiten Platz verwies. James Ellison komplettierte jeweils mit dem dritten Platz das Podium.

«Dass ich die beiden Rennen trotz den Umständen doch noch in den Punkterängen beenden konnte, war für mich und das Team zumindest eine kleine Schadensbegrenzung. Die gesetzten Ziele habe ich aber nicht erreicht. Doch die Saison ist noch lange und ich freue mich, auf das, was noch kommen wird.» Nun ist aber erst einmal Pause angesagt. Das nächste Rennen findet erst Mitte Juni auf der schnellen Strecke in Snetterton statt, wo Patric Muff sicher mit positiven Gedanken zurück kehren wird, denn 2012 konnte er dort zwei Top-10-Ergebnisse einfahren. Wir dürfen also gespannt sein.

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