Terranova: Stück für Stück nach vorne

Von Stefanie Szlapka
Orlando Terranova (li.)

Orlando Terranova (li.)

Orlando Terranova geht für das neue JMB Stradale mit den alten Mitsubishi an den Start. Im Interview berichtet er über den Neubeginn.

Orlando Terranova war vergangenes Jahr noch für das deutsche BMW X-raid Team an den Start gegangen. Jetzt fährt er einen Mitsubishi mit Benzinmotor im Team von JMB Stradale. Auch wenn sich an dem Mitsubishi-Team neben dem Namen nicht viel geändert hat.

Im Interiew erzählt er über seine Startschwierigkeiten bei der Rallye Dakar und mit dem Benzinmotor. Sein Ziel in Buenos Aires ist ein Platz unter den Top 10.

Wie ist die erste Hälfte der Rallye Dakar für dich verlaufen?
 
Eigentlich ganz gut, auch wenn es nicht so gut angefangen hat. Später wurde es immer besser. In Fiambala haben wir viel Zeit verloren, da ich einen Fehler an der Kupplung begangen habe und wir auf den Truck warten mussten. Es war mein erstes Mal mit einem Benziner und mir ist der Fehler unterlaufen. Ich habe Gas und Kupplung mehr als 30 Sekunden gleichzeitig getreten. Die Kupplung war daraufhin total geschrottet.

Nach diesem Zwischenfall, habe ich mich Tag für Tag wieder herangearbeitet. Ich habe versucht die Prüfungen gut und ohne Probleme zu absolvieren. Ich konnte einige Jungs vor mir kassieren. Wenn ich in Buenos Aires auf der siebten oder achten Position ankomme, wäre das ein gutes Ergebnis.

Wie kam es zu dem Wechsel vom BMW X-raid Team zu JMB Stradale?
 
Ich habe das Team im September besucht. Ich mag den anderen Umgang zwischen den Leuten, ich mag das Auto und die Haltbarkeit stimmt. Zudem ist ein langfristiges Projekt. Jetzt fehlt uns noch Power, aber es ist ein gutes Auto.

Waren die Unterschiede groß zwischen dem Diesel- und dem Benzinmotor?
 
Es ist viel einfacher den Diesel zu fahren, du musst zum Beispiel weniger schalten. Beim Benziner muss man viel präziser schalten und auf die Drehzahl achten. Aber wenn man einige Kilometer hinter sich gebracht hat, wird man immer schneller, schneller, schneller. Du musst in der Kurve etwas mehr bremsen. Auf soften Untergrund haben wir allerdings Zeit liegen lassen.

Konntest du viele Testkilometer vor der Dakar absolvieren?
 
Es war nicht viel, aber gut. Wir konnten über 3500 Kilometer in Marokko testen – in unterschiedlichem Terrain – auch in Argentinien. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser, ich vertraue dem Auto mehr und es wird einfacher.

Du hast auch einen neuen Beifahrer bekommen.
 
Stimmt, Pascal ist mein neuer Co-Pilot. Es läuft gut, aber er hat einen anderen Stil als mein früherer Beifahrer Philippe. Er hatte einen ganz anderen Navigationsstil. Ich bevorzuge in meiner Sprache zu reden, denn wenn man Französisch und Englisch mixt, ist es manchmal schwer. Aber es geht in die richtige Richtung.

Was erwartest du von den nächsten Tagen bis zum Ziel in Buenos Aires?
 
Zuerst einmal möchte ich meinen Freund Nasser in der ersten Position sehen. [Nasser Al Attiyah sitzt schon das ganze Interview grinsend daneben und kommentiert die Antworten, Anmerk. d. Red.] Das kann er schaffen, er muss nur etwas mehr Gas geben. Ich will bis Buenos Aires jeden Tag kämpfen. Ich bin jetzt auf dem 11. Platz – in Fiambala war ich 46.

Ich hoffe allerdings auch auf Probleme bei den Fahrern vor mir – vielleicht Getriebe oder Differenzial. Zwei Autos kann ich aus eigener Kraft noch einholen. Aber für die anderen brauche ich genug Glück und die anderen genug Pech.

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