Wehrlein: Warum ist die DTM-Rückkehr so schwierig?

Von Andreas Reiners
DTM
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein fährt 2018 wieder in der DTM. Die Vergangenheit hat gezeigt: Rückkehrer hatten es nicht immer einfach. Warum ist die Rück-Anpassung so schwer?

Timo Glock kam 2013 mit einer Menge Selbstvertrauen in die DTM. Ein Top-Ten-Platz sollte drin sein, die Top fünf vielleicht sogar, dachte sich der BMW-Pilot. Er wusste aber auch, dass sich seine Vorgänger, die Umsteiger von der Formel 1 in die DTM, durchaus schwer taten. Und so war es auch bei Glock. Beim ersten Qualifying schied er in Q1 aus.

«Du denkst, du hast alles richtiggemacht und es war eine mega Runde. Und dann sagt dir dein Ingenieur: „Timo, Platz 17. Da kommt man schon ins Grübeln», so Glock. Er fährt inzwischen regelmäßig vorne mit, doch das hat eine gewisse Anlaufzeit gebraucht.

Pascal Wehrlein kehrt nun zurück aus der Formel 1. Er war 2015 Meister und ging dann in die Königsklasse. 2018 bekam er kein Cockpit mehr, der 23-Jährige macht deshalb den Schritt zurück in die DTM. Doch das heißt nicht automatisch, dass man dort weitermacht, wo man aufgehört hat.

Ein passendes Beispiel ist der Teamkollege. Paul di Resta ist gleichzeitig auch ein warnendes Beispiel. Als umjubelter Champion 2010 verließ der Schotte die DTM, um in der Formel 1 durchzustarten. Von 2011 bis 2013 fuhr er für Force India 59 Rennen, ehe er in die DTM zurückkehrte. An den Erfolg von 2010 konnte er aber nicht mehr anknüpfen. Im Gegenteil.

In seinem ersten Jahr wurde er sogar nur Gesamt-15., drei vierte Plätze waren das Höchste der Gefühle. Danach wurde es besser, 2015, 2016 und 2017 kamen vier Podestplätze und zwei Siege hinzu, in der Gesamtwertung wurde er Achter, Fünfter und Elfter. Durchwachsen also.

Warum ist die Rück-Anpassung von der Formel 1 so schwierig? «Weil man sich zurücknehmen muss. Man gewöhnt sich an etwas Schnelleres sehr schnell. Aber gerade in einer Wettkampfsituation tut man sich schwerer, sich selbst zu bremsen und langsamer in die Kurve zu fahren als andersherum«, erklärt Wehrlein bei Auto Bild Motorsport.

Seinen Fahrstil wird er ändern müssen. Wie sieht das im Detail aus? «Mit dem Formel-1-Auto habe ich bei 100 Metern gebremst und bin mit 320 km/h in der Kurve angekommen. Jetzt bremse ich bei 130 Metern und komme mit 260 km/h an. Wann ich bremsen, einlenken und wie schnell ich in die Kurve fahren muss: das abzuschätzen, wird die größte Änderung sein.»

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