Neue Ära bei Schnitzer: Charly Lamm hört auf

Von Otto Zuber
DTM
Charly Lamm 2012 mit Bruno Spengler

Charly Lamm 2012 mit Bruno Spengler

Schnitzer Motorsport stellt die Weichen für die Zukunft und leitet einen Generationswechsel in der Teamführung ein. Zum Jahresende wird Karl «Charly» Lamm auf eigenen Wunsch die Leitung des Rennteams abgeben.

Ab 1. Januar 2019 übernimmt Herbert Schnitzer junior, Sohn von Teamgründer Herbert Schnitzer senior, die Geschäftsführung der Schnitzer Motorsport GmbH. Bis dahin wird Lamm den Übergang mit seiner langjährigen Erfahrung begleiten.

«Der Motorsport entwickelt sich weiter – und dasselbe gilt mit diesem Generationswechsel und einer neuen strategischen Aufstellung auch für Schnitzer Motorsport», sagt Schnitzer senior.

«Es bricht eine neue Ära im Team an. Ich bin sicher, dass wir auch in Zukunft im Auftrag von BMW erfolgreich auf der Rennstrecke unterwegs sein werden. Dafür gibt jeder in der Mannschaft alles. Ein großer Dank geht an Charly für all das, was er für und mit Schnitzer Motorsport in den vergangenen fast vier Jahrzehnten geleistet hat.»

«Mir ist diese Entscheidung alles andere als leicht gefallen», sagt Lamm. «In all den Jahrzehnten ging es mir immer um den maximalen Erfolg für das Team Schnitzer und für BMW. Dabei war uns keine motorsportliche Herausforderung zu groß. Allerdings war dies bei allen großartigen Momenten auch eine Zeit der Entbehrungen, was das Familien- und Privatleben anging. Jetzt ist es für mich an der Zeit, meine Prioritäten neu zu ordnen. Meine Zeit in vorderster Front bei Schnitzer kommt nun zu einem Ende. Ich bin Herbert Schnitzer, BMW Motorsport und unserem großartigen Team unendlich dankbar für alles, was ich auf dieser Reise erleben durfte.»

Schnitzer junior ergänzt: «Ich habe großen Respekt vor meiner neuen Aufgabe, freue mich aber auch sehr darauf. Gemeinsam mit dem Team werde ich alles dafür geben, damit wir auch zukünftig große Erfolge feiern werden. Die Fußstapfen von Charly Lamm sind groß. Unter seiner Führung hat Schnitzer Motorsport mehr als einmal Rennsport-Geschichte geschrieben. Darauf möchten wir aufbauen.»

Unter der sportlichen Führung von Charly Lamm feierte Schnitzer Motorsport große Triumphe im internationalen Rennsport – darunter der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1999, insgesamt zehn Gesamtsiege bei den 24-Stunden- Rennen auf dem Nürburgring und in Spa, sowie Titel in der DTM (1989 und 2012), der Tourenwagen- WM und -EM sowie in vielen weiteren Rennserien rund um den Globus.

Ende 2016 entschied sich BMW allerdings, im Rahmen einer Umstrukturierung in der DTM mit dem Traditionsteam nicht mehr weiterzuarbeiten. 1989 errang Roberto Ravaglia den Meistertitel in der DTM, nach dem DTM-Comeback von BMW holte das Tean im ersten Jahr mit Bruno Spengler den Fahrertitel ebenso wie den Teamtitel. Seit 2017 engagiert sich Schnitzer im GT-Sport. In dieser Saison tritt Schnitzer mit zwei BMW M6 GT3 im ADAC GT Masters an.

Gibt es ein DTM-Comeback? Die Mannschaft wird immer wieder als mögliches Kundenteam genannt. Die werden bekanntlich für das Übergangsjahr 2019 gesucht, wo Audi und BMW jeweils sechs Autos stellen und im Idealfall vier weitere Autos durch Kundenteams gestellt werden. Sowohl BMW als auch Audi bestätigen Gespräche mit potenziellen Interessenten, konkret ist aber nichts.


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