MotoGP Buriram, FP1: Aprilia vor Ducati und KTM – Razgatlioglu Vorletzter
Marco Bezzecchi hat den erstaunlichen Speed von Aprilia mit der Bestzeit im ersten freien Training der MotoGP in Thailand bestätigt. Weltmeister Marc Marquez wurde 6., Yamaha-Fahrer sind hoffnungslos.
Wie formulierte es Ex-Weltmeister Jorge Martin am Donnerstag in Thailand so treffend: «Tests sind Tests und Rennen sind Rennen.» So geht es auch den Fans: Wintertests sind unterhaltsam und geben einen Ausblick auf die kommende Saison, aber es zählt erst, wenn es um Punkte geht.
Die Ausgangslage vor dem MotoGP-Auftakt an diesem Wochenende: Sämtliche Fahrer haben in Valencia, Sepang und Buriram getestet und sich auf die Saison 2026 vorbereitet. Am vergangenen Wochenende sorgte der letztjährige WM-Dritte Marco Bezzecchi (Aprilia) mit 1:28,668 min für die schnellste Runde auf dem Buriram International Circuit, 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangkok, und unterbot damit den Rekord von Pecco Bagnaia um 0,032 sec. Weil Rekorde nur während eines Rennwochenendes aufgestellt werden können, hat die Bestmarke des Ducati-Stars aus dem Jahr 2024 weiterhin bestand.
Angenehmer als sonst
Als um 10.45 Uhr Ortszeit das FP1 begann, Buriram ist gegenüber MEZ sechs Stunden voraus, hatte es 30 Grad Celsius Luft- und beinahe 40 Grad Asphalttemperatur. Die Luftfeuchtigkeit in diesem Teil der Welt ist derzeit angenehmerweise nicht ganz so hoch wie sonst.
Die erste MotoGP-Session am Freitagvormittag ist ein echtes freies Training, in dem die Fahrer und Teams 45 Minuten lang an der Abstimmung der Motorräder arbeiten können. Um Positionen geht es am Freitag erst ab 9 Uhr MEZ, wenn im Zeittraining um den direkten Einzug ins Qualifying 2 gekämpft wird. Das gelingt nur den Top-10, der Rest des Feldes muss am Samstag den Umweg über das Q1 nehmen, aus dem die beiden Schnellsten noch ins Q2 aufrücken.
Drei Fahrer sind angeschlagen, einer fehlt
Drei Fahrer gehen angeschlagen ins Wochenende: Weltmeister Marc Marquez und Jorge Martin erholen sich noch immer von ihren Verletzungen aus dem Vorjahr, sind mit ihrer Fitness aber bereits wieder auf einem recht hohen Level. Fabio Quartararo hat sich im Sepang-Test Anfang Februar einen Finger gebrochen, verliert darüber aber nicht viele Worte.
Nicht dabei in Thailand ist Fermin Aldeguer (Gresini Ducati), der sich Anfang Januar beim Training den linken Oberschenkel brach und
Marco Bezzecchi gibt den Speed vor
Für die erste nennenswerte Bestzeit sorgte Bezzecchi mit 1:29,346 min. Zur Halbzeit bestätigte sich die
An der Bestzeit änderte sich bis zum Fallen der Zielflagge nichts mehr, Luca Marini brachte Honda gerade noch in die Top-10. An der Spitze liegt Bezzecchi (Aprilia) vor Fabio Di Giannantonio (Ducati), Martin, Ai Ogura (beide Aprilia), Acosta (KTM) und den Ducati-Werksfahrern Marc Marquez und Bagnaia. Vizeweltmeister Alex Marquez (Ducati) wurde Neunter.
Übrigens: Das Trackhouse-Team tritt in Buriram erneut im ikonischen Gulf-Design an, das wir auch in Brasilien, Mugello/Italien, Indonesien und Malaysia sehen werden.
Dass Yamaha kein Schritt nach vorne gelungen ist, zeichnete sich bereits in den Wintertests ab. Quartararo brachte die beste M1 im 22-Mann-Feld auf Platz 18. Der dreifache Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu (21.) landete auf dem letzten Platz der Stammfahrer – nur Pirro war langsamer. Auf Pramac-Teamkollege Jack Miller (20.) verlor der 29-Jährige 0,349 sec. Der Blick in die Gesichter der Yamaha-Piloten spricht Bände: pure Hoffnungslosigkeit.
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