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Der schweizerische Yamaha-Pilot Valentin Guillod absolvierte am vergangenen Wochenende in Arlington seinen ersten Einsatz im US-Supercross und wurde sofort mit der harten Realität konfrontiert.
Im privat geführten Team Gizmo Racing Yamaha hat Valentin Guillod in den USA eine neue Teamheimat gefunden. Der Schweizer soll in der 250er-Ostküstenmeisterschaft antreten und für die Outdoor-Saison auf die 450er-Yamaha wechseln.
Der Saisonauftakt der Ostküstenmeisterschaft in Arlington war das erste US-Supercross-Rennen für Guillod überhaupt. «In der zweiten Runde des freien Trainings stürzte ich auf der glatten Strecke. Danach ließ sich das Motorrad nicht mehr starten, sodass ich die Session komplett verpasste. Zum Glück war ich schon am Pressetag auf der Strecke, sodass ich den Kurs wenigstens kannte.»
In der zweiten Session beklagte Guillod einen Mangel an Drehmoment, um die weiten Sprünge zu meistern. «Ich wurde nur 34. im kombinierten Qualifying. Im Vorlauf bin ich auf Platz 17 aus der ersten Runde gekommen, habe mich auf Rang 11 vorgearbeitet und hatte die Top-10 im Visier, doch ich bin auf die Streckenbegrenzung gesprungen, von der Strecke abgekommen und wieder auf Platz 14 zurückgefallen.»
«Im LCQ bin ich gut vom Start weggekommen. Ich lag auf Platz 7 oder 8. Am Ende der ersten Rhythmusgruppe sprang dann der Typ hinter mir direkt auf mich. Ich stürzte auf meine rechte Hand. Sie ist zum Glück nicht gebrochen. Vielleicht hat die Platte, die ich seit 2017 drin habe, einen Bruch verhindert. Außerdem bin ich auf meine Schulter gestürzt, die ich mir letztes Jahr verletzt hatte. Sie bereitet mir bis heute Probleme.»
«Der Typ hinter mir ist direkt auf mich gesprungen.»Valentin Guillod
«Am Ende war in Arlington alles neu für mich», gab Guillod zu bedenken. «Wir hatten technische Probleme und zu wenig Drehmoment. Wir hatten insgesamt ziemlich viel Stress. In Arlington war ich nicht bei 100 %, vielleicht war ich bei 80 oder 90 %. Wenn man im Supercross übers Limit geht, landet man im Krankenhaus. Genau das möchte ich aber wirklich vermeiden.»
«Die positive Seite ist, dass ich mich körperlich gut fühlte. Ich weiß, dass ich körperlich fit bin und eine gute Basis habe. Ich habe aber auch den Speed der Jungs und ihren Fahrstil gesehen, den man für diese Rennen braucht. Jetzt kann ich das auch im Training reproduzieren, indem ich kürzere, aber intensivere Einheiten von 3–5 Runden mache und versuche, dabei sauber zu bleiben. Ich muss mich jetzt schnell anpassen, um den richtigen Rhythmus zu finden und den Speed zu halten.»
Guillods nächster Renneinsatz wird Daytona am kommenden Wochenende sein. «Bis Mittwoch bekommen wir einen neuen Motor und neue Updates», erklärte er. «Wir werden den Unterschied sehen und versuchen, diesen Bereich zu verbessern.»
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