McLaren-Teamchef Andrea Stella fordert: Die Formel 1 muss nachlegen
9 Testtage hat McLaren mit der neuen GP-Fahrzeuggeneration absolviert und Teamchef Andrea Stella zieht eine erste Bilanz. Er betont: Mit Blick auf die Fans muss noch Detailarbeit geleistet werden.
Mehr als 1100 Testrunden drehten Weltmeister Lando Norris und sein Teamkollege Oscar Piastri im neuen McLaren-Renner an den drei Tagen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya und den beiden darauffolgenden dreitägigen Tests auf dem Wüstenkurs von Bahrain. Das Duo legte insgesamt knapp 5777 Kilometer zurück – und verschaffte sich damit einen ersten Eindruck vom MCL40.
Teamchef Andrea Stella hält rückblickend fest: «Wir sind zufrieden. Ich denke, wir haben sowohl auf der Strecke als auch im Werk in Woking gute Arbeit geleistet und die vielen Informationen zusammengetragen, um ein besseres Verständnis über das Fahrverhalten des MCL40 und der neuen Antriebseinheit zu gewinnen.» Man habe das Testprogramm abarbeiten können, fügt der Ingenieur stolz an.
«Wir haben bei der Zuverlässigkeit gute Fortschritte erzielt und das Auto vor allem auch schneller gemacht, sowohl was das Chassis als auch den Einsatz der neuen Antriebseinheit unseres Partners HPP angeht. Wir arbeiten eng zusammen, um immer besser zu verstehen, wie wir das vorhandene Potenzial ausschöpfen können», erzählt der Teamchef. Auch das Fahrverhalten der Reifen konnte auf dem anspruchsvollen Wüstenkurs von Bahrain besser verstanden werden, fährt er fort. «Wie schon in Barcelona haben wir bei jeder Fahrt neue Erkenntnisse gesammelt.»
Die neue Ära der Formel 1 stelle nicht nur die Teams vor eine gleichermassen spannende wie komplexe Herausforderung, erklärt der Italiener weiter. «Das war wohl die grösste Regeländerung auf einen Schlag, zumindest in diesem Jahrhundert. Und vielleicht gibt es noch einige Details, die ausgearbeitet werden müssen, um sicherzustellen, dass das Spektakel auf der Strecke der Popularität unseres Sports gerecht wird», mahnt Stella in diesem Zusammenhang.
Man müsse sicherstellen, dass der Sport nicht nur die eingefleischten Fans leicht verständlich ist, fordert der Teamchef. «Auch für die Zuschauer, die sich gelegentlich mit der Formel 1 befassen, muss er nachvollziehbar sein, und es muss ein Wettbewerb bleiben, in dem die schnellsten Autos und Fahrer gegeneinander antreten», erklärt der 55-Jährige.
Mit Blick auf den Saisonauftakt in der nächsten Woche ergänzt Stella: «Ich bin gespannt, was in den ersten Rennen passieren wird.» Und er stellt klar: «Wir müssen bereit sein, einzugreifen und Probleme mit einer offenen, undogmatischen Haltung beheben.»
Dass alle beteiligten – die Vertreter der FIA, die Formel-1-Verantwortlichen und die Teams – zusammengespannt haben, um Sicherheitsbedenken – wie etwa bei den GP-Starts – aus der Welt zu schaffen, freut Stella. «Alle haben dabei stets im Bewusstsein gehandelt, dass die Interessen des Sports wichtiger sind als die Interessen Einzelner.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach