DTM

DTM 2019: So funktioniert Push-to-Pass

Von Andreas Reiners - 06.02.2019 08:52

In der neuen DTM-Saison wird es eine neue technische Hilfe geben: Das sogenannte Push-to-Pass-System. Doch wie funktioniert das genau?

PS auf Befehl! Ein Mini-Boost. Die DTM bekommt in der neuen Saison ein neues technisches Hilfsmittel: den Überholknopf Push-to-Pass. Wird der während des Rennens gedrückt, gibt es kurzfristig 30 PS mehr Leistung.

Das Ziel ist klar: Mehr Überholmanöver, mehr Action auf der Strecke mit den neuen Autos, die nach dem neuen Class-One-Reglement sowieso schon mehr PS haben. Rund 600 sollen es sein. Als Überholhilfe bleibt der verstellbare Heckflügel (Drag Reduction System), dessen Abschaffung in der Winterpause intensiv diskutiert wurde.

Beim DRS gibt es aber Änderungen: Im Vergleich zu den Vorjahren kommt ein etwas breiterer Heckflügel zum Einsatz, der nicht mehr aus zwei, sondern einem Profil besteht. Die Fahrer dürfen DRS im Rennen künftig nur dann nutzen, wenn ihr Abstand zum Vordermann weniger als drei Sekunden beträgt.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: In den letzten fünf Runden dürfen alle Fahrer – außer dem Führenden - DRS einsetzen, unabhängig vom Abstand zum Vordermann.

Die Wirkung des DRS ist aber offenbar nicht mehr so effektiv wie in der Vergangenheit, weshalb es die Boost-Ergänzung gibt. Sie ist nur im Rennen einsetzbar, und das insgesamt zwölfmal.

Beziehungsweise umgerechnet 60 Sekunden lang: Denn pro Aktivierung werden fünf Sekunden vom Konto abgezogen (auch dann, wenn es nur drei Sekunden lang aktiviert wurde).

Daraus ergeben sich die zwölf Aktivierungen. Außerdem dürfen beide Überholhilfen gleichzeitig verwendet werden.

Die weiteren Voraussetzungen sind wie beim verstellbaren Heckflügel. Aktiviert werden darf frühestens ab der zweiten Runde, der Abstand zum Vordermann muss drei Sekunden oder kleiner sein, der Führende muss ohne Push-to-Pass auskommen. In den letzten fünf Runden gilt dann ebenfalls: Feuer frei, falls noch Restguthaben vorhanden und man nicht der Führende ist.


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