Zu faul? Rasts Seitenhieb gegen die DTM-Konkurrenz

Von Andreas Reiners
DTM
René Rast

René Rast

René Rast hat sich den Erfolg in der DTM hart erarbeitet. Er sagt ganz klar: Andere könnten mehr Erfolg haben, wenn sie fleißiger wären.

Die DTM zum wichtigsten Thema machen – so geht René Rast in eine Saison in der Tourenwagenserie. 110 Prozent Einsatz, Tag und Nacht, 24/7: Der zweimalige Meister lehnt sich nicht zurück, seine Vorbereitung ist intensiv und bisweilen skurril, wenn er vor einem Renntag bis nachts noch am Laptop sitzt.

Rast über seine Vorbereitung: «Das geht relativ früh los, meistens schon zwei, drei Tage nach dem letzten Rennwochenende. Es beginnt mit Videoanalysen. Damit bekommt man grob einen Überblick, was auf der jeweiligen Rennstrecke im letzten Jahr passiert ist. Was war wichtig? Was war der Schlüssel zum Erfolg? So kommen langsam die Erinnerungen wieder hoch.»

Anschließend geht es an die Daten. Vergleiche mit dem Vorjahr, wo man nicht so gut war, wo man sich verbessern kann, um nicht die gleichen Fehler wieder zu machen. «Man beginnt, mit dem Team über das Setup zu sprechen. Das baut alles aufeinander auf. Dazu gehört natürlich auch die Arbeit im Simulator bei Audi, beim Team Rosberg und auch bei mir zu Hause», so Rast.

Der Fleiß, diese Akribie, das ist etwas, das sich andere Fahrer bei ihm abschauen könnten, findet Rast. «Es gibt viele in der DTM, die viel tun, um erfolgreich zu sein. Es gibt aber andere Namen, die weniger tun und mehr Erfolg haben könnten, wenn sie mehr tun würden», sagte er Auto Bild Motorsport.

Ein Seitenhieb gegen die Konkurrenz, die er in dieser Saison teilweise sehr deutlich dominierte.

Er weiß, dass dies eine Typfrage ist. «Doch mein ‚Arbeitsgen‘ könnte der eine oder andere gut gebrauchen. Wobei das nicht heißt, dass sie damit erfolgreicher wären.»

Er selbst merkt recht deutlich, dass sich andere Fahrer nicht so intensiv vorbereiten. «An den Fragen, die kommen. In lockeren Gesprächen oder in der Fahrerbesprechung. Da denke ich mir: ‚Das müsstest du wissen, wenn du dich gut vorbereitet hättest.‘»

Und das sei bei «überraschend vielen» Fahrern so, verrät Rast. Er würde schätzen, bei der Hälfte des Fahrerfeldes: «Daran merkt man, dass manche Fahrer mit dem Ende des Rennwochenendes mit der DTM abschließen und erst dann wieder anfangen, wenn sie wieder zur Strecke kommen», so Rast.

Wobei manche den Abstand möglicherweise brauchen. Rast: «Jeder ist anders und geht anders damit um. Das ist nicht negativ gemeint, aber ich könnte es nicht. Ich bin jemand, der perfekt vorbereitet sein will.» Der Erfolg gibt ihm dann ja auch Recht.


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